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Griechenland: Steuerhinterzieher schulden 36 Milliarden Euro

Die griechische Regierung hat die Jagd auf Steuerbetrüger eröffnet. Rund 14.000 Personen schulden Griechenland 36 Milliarden Euro.

Wir wollen ja nicht überheblich sein, denn Deutschland gehört bestimmt nicht zu den Weltmarktführern in Sachen Steuerfahndung. Vor allem bei den Reichen nicht. Trotzdem liegt die Wirksamkeit griechischer Finanzbehörden bei Erhebung und Eintreibung ihrer Steuern weit hinter der ihrer deutschen Kollegen zurück. Das soll sich jetzt ändern.

Denn 14.000 griechische Steuerhinterzieher schulden ihrem Land 36 Milliarden Euro!

Dieses Geld will sich die Regierung laut Medienberichten jetzt holen. Regierungschef Giorgos Papandreou erklärte gegenüber der Financial Times Deutschland, dass er die Fahndung nach Steuersündern an private Firmen outsourcen wird. Die Finanzverwaltung selbst sei dazu nicht nicht in der Lage, glaubt Griechenlands Regierung.

“Griechenland hat keinen Verwaltungsapparat wie ein nordisches Land, der gut organisiert ist und dem einfach Anordnungen erteilt werden, die dann verlässlich umgesetzt werden”,

sagte Papandreou. Die Behörden müssten tiefgreifend reformiert werden. Das gelte auch für die Justiz. Wer bisher Griechenland Steuern schuldete, konnte zwar vor Gericht gestellt werden, brauchte aber während einer Schonfrist von drei Jahren nichts zu bezahlen. Auch die Steuerflucht in die Schweiz sei ein Problem. Deshalb sei man – ähnlich wie Deutschland – mit dem Alpenland im Gespräch.



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