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IMD-Studie: Ist Deutschland noch wettbewerbsfähig?

Die internationale Kaderschmiede IMD, Lausanne, Schweiz hat jüngst ihr IMD World Competitiveness Yearbook 2008 (PR-Mitteilung) veröffentlicht und vergleicht die Wettbewerbsfähigkeit von 55 Ländern anhand von 331 Kriterien. Während man hier und da rätselt, ob sich die USA ihren ersten Platz im Länderranking verdient haben, interessiert mich primär, dass Deutschland seit 1989 einen erheblichen Teil seiner Wettbewerbsfähigkeit einbüsste und von Platz 5 auf Platz 16 absackte. Dabei muss man sehen, dass die Lausanner in ihrer PR-Mitteilung Äpfel mit Birnen vergleichen. Gab es 1989 noch eine Aufteilung zwischen OECD- und Nicht-OECD-Länder, so ist diese Teilung in 2008 weggefallen. Damit ist ein direkter Vergleich schwierig. Wenn man jedoch Singapur, Hong Kong und Taiwan, als Nicht-OECD-Länder streicht, wäre Deutschland unter den OECD-Ländern auf dem 13. Platz (statt auf dem 16.), was lediglich eine optische Verbesserung ist.

Na schön! Deutschland hat also in den letzten (fast) 20 Jahren unter den OECD-Ländern acht Plätze in seiner Wettbewerbsfähigkeit verloren oder acht Länder sind an uns vorbeigezogen oder ganz anders: Fast alle wichtigen OECD-Länder sind wettbewerbsfähiger als wir. Ich denke, das ist primär kein Grund nach Übersee zu schielen und an deren ersten Platz herum zu mäkeln.

Die IMD-Studie basiert zu zweit Dritteln auf harte international, nationale und regionale Fakten sowie zu einem Drittel auf weiche Fakten. Dabei wurden Wirtschaftsleistung, Effektivität von Regierung und Unternehmen sowie auch die Infrastruktur betrachtet.
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