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Inflation: Das Märchen vom stabilen Euro

Experten warnen vor Preissteigerungen in Höhe von um die vier Prozent pro Jahr bis 2020, während es von offizieller Seite immer wieder heißt, Inflation sei kein Thema. Der Euro sei stabil. Wer hat recht?

Seit Jahren sind wir Bundesbürger gegenüber den offiziellen Zahlen aus dem Statistischen Bundesamt misstrauisch, weil immer weniger Geld am Monatsende übrig bleibt, während uns Bundesbank und EZB das Märchen vom stabilen Euro erzählen und auf niedrige Teuerungsraten verweisen.

Fakt ist aber, dass in den letzten Jahren Lebensmittel- und Energiepreise explodiert sind – zuletzt im Dezember 2010 um bis zu 50 Prozent – und ein Ende nicht in Sicht ist. Die Weltbevölkerung wächst jährlich um 80 Millionen Menschen und wird dieses, spätestens nächstes Jahr 7,0 Milliarden Menschen betragen. Bis zum Jahr 2025 werden wir 8,0 Milliarden sein und bereits 25 Jahre weiter könnten sich 9,2 Milliarden Menschen auf unserem Globus tummeln und die wollen alle unseren Lebensstandard.

Aber unsere Erde wächst nicht mit. Rohstoffe und Lebensmittel bleiben endlich. Im Gegenteil, durch die zunehmende Klimaerwärmung – das Bevölkerungswachstum wird sie noch beschleunigen – steigt der Meeresspiegel, was zu Landverlusten führt und die Meere sind sowieso jetzt schon überfischt. Verschärft wird die Situation künftig noch durch die zunehmende Nutzung von Agrarland zum Anbau von Biokraftstoffen. Diese Entwicklung muss zwangsläufig zu steigenden Preisen führen.

Mogelpackung “Warenkorb”
Hinzu kommt, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft. Während noch in den 1960er Jahren die Arbeitslosenquote in Deutschland unter einem Prozent lag, bleibt sie seit Jahrzehnten über sieben Prozent. Immer mehr Menschen rutschen hierzulande in Armut, während nur wenige wohlhabend oder gar reich bleiben. Die Mittelschicht schrumpft und die Folgen für Wirtschaft und Euro sind dramatisch. Langlebige Konsumgüter, wie Autos, Waschmaschinen oder Fernseher, werden länger genutzt, was hier die Preise drückt. Derweil steigt die relative Nachfrage nach kurzlebigen Konsumgütern, wie Öl, Benzin, Brot oder Mandarinen, stetig weiter.

Diese zunehmenden Verwerfungen spiegelt der Warenkorb, der als Basis für die Ermittlung der Teuerungsrate dient, aber nicht nicht wider. Daher wurde durch die Politik das Unwort “gefühlte Inflation” lanciert, welche sich auf kurzlebige Konsumgüter bezieht und der Realität schon wesentlich näher kommt als die Zahlen der Statistiker in Wiesbaden.



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