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Inflationsangst: EZB hebt Leitzins auf 1,5 Prozent

Aus Panik vor einer Inflationsgefahr hat Europas Zentralbank den Leitzins von 1,25 auf 1,5 Prozent angehoben. Die Folgen sind vor allem im Süden dramatisch.

Die heutige Leitzinserhöhung war zu erwarten. Deutschlands Wirtschaft brummt. Preise und Löhne ziehen an. Vollbeschäftigung droht. Daher hebt die EZB ihren Leitzins auf 1,5 Prozent.

Die Zinsanhebung verteuert die Kredite für Banken, Unternehmen und Verbraucher. Deutschlands Konjunktur wird abkühlen, weil weniger Geld für Investitionen und Konsum zur Verfügung steht.

Der Zinsschritt trifft aber vor allem Europas überschuldeten Süden. Weiter steigende Zinsen belasten die Staatshaushalte noch stärker. Auch Nettozahler, wie Deutschland, werden die höheren Kosten für Rettungspakete spüren. Wirtschaftswachstum gibt es im Süden sowieso kaum. Vor allem unter den Jugendlichen steigt die Arbeitslosigkeit. In Griechenland liegt sie bei 15 Prozent. Jetzt müssen dort die maroden Banken und Unternehmen steigende Kreditkosten auffangen, was auf die Steuereinnahmen der Schuldnerstaaten drückt.



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