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Kaufkraft: Wer rettet Deutschlands Wirtschaft?

Jeder Bundesbürger verfügte im Jahre 2007 satte 88.000 Euro! Diese Rechengrösse ermittelte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Ein Durchschnittswert, der gerne durch Politik und Wirtschaft bemüht wird, um dem kleinen Mann auf der Strasse zu suggerieren: Du musst dieses Dein Geld jetzt ausgeben, damit es uns besser geht.

Aber besitzt der kleine Mann auf der Strasse überhaupt soviel? Schauen wir doch mal, was das DIW weiter herausfand (pdf-Datei). Ich hab die Zahlen a bissle visualisiert:

Netto-Vermögen

So verteilte sich im Jahre 2002 – und per heute hat sich die Situation dramatisch verschärft – das Netto-Vermögen der Bundesbürger, gestaffelt in 10-Prozent-Gruppen (Dezil). Und sehr schön zu sehen: Jeder zweite besitzt nichts, Null!

Dabei beanspruchten 30 Prozent der Deutschen mehr als 90 Prozent des gesamten privaten Netto-Vermögens für sich. Oder umgedreht: 70 Prozent besitzen fast nichts.

Netto-Einkommen

So verteilte sich im Jahre 2005 das Netto-Einkommen in Deutschland auf 10-Prozent-Gruppen aller Erwerbstätigen. Die nächste Grafik verdeutlicht:

Die oberen 50 Prozent verdienten mehr als 70 Prozent des gesamten Netto-Einkommens, während die unteren 50 Prozent sich weniger als 30 Prozent teilen mussten.

Fazit
Die grosse Masse der Bundesbürger verdient viel zu wenig, um die Mär vom “Weltmeister im Sparen” mit Leben zu erfüllen. Der kleine Rest nun soll wohl die Wirtschaft ankurbeln? Ja denkt die Politik ernsthaft, dass sich jeder zehnte im Lande zehn Autos, Waschmaschinen, Kühlschränke oder Schachteln mit Schuhcreme in den Keller packt?



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