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Nach Last-Minute-Deal: China rät zum Ausstieg aus Dollar-Anleihen

Nach der gestrigen Kritik durch Wirtschaftsthemen.net am Schulden-Kompromiss zwischen Demokraten und Republikanern äußerten sich heute chinesische Medien ähnlich. Sie empfehlen sogar den Verkauf von US-Staatsanleihen.

Der Kongress hat zwar den US-Schuldenkompromiss gebilligt, damit wurde aber nur die Zahlungsunfähigkeit der USA abgewendet. Wie die neuen Schulden wieder abgebaut werden könnten, muss noch verhandelt werden. Ebenso unklar ist, wie sich die USA generell entschulden und dazu noch ihre Wirtschaft ankurbeln wollen.

Chinesische Medien sehen das ebenso. Das US-Schuldenproblem bliebe weiterhin ungelöst und würde lediglich vertagt. Auch sei sehr wahrscheinlich, dass die Schulden weiter anwachsen werden. Die könnte die Erholung der US-Wirtschaft behindern und auch die Risiken und Schwierigkeiten für die Weltwirtschaft vergrößern, heißt es

Der “Last-Minute-Deal” zwischen Demokraten und Republikanern sieht vor, die Schulden-Obergrenze von derzeit 14,3 Billionen US-Dollar um 2,1 Billionen US-Dollar anzuheben. Im Gegenzug sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre 2,4 Billionen US-Dollar eingespart werden. Wo genau diese Einsparungen erfolgen könnten, darüber müssen sich beide Parteien bis Jahresende noch einigen.

China hält US-Staatspapiere im Wert von mehr als 1,2 Billionen US-Dollar und ist damit der größte Gläubiger der USA. Laut “Volkszeitung” der kommunistischen Partei könnte das Vertrauen der Investoren durch den wochenlangen politischen Kampf um den erzielten Kompromiss leiden. Auch für die durch China gehaltenen US-Staatsanleihen bestehe langfristig ein Risiko.



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