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US-Schuldenstreit: Billionen-Dollar-Einigung in letzter Minute

Demokraten und Republikaner haben sich im Streit um die Anhebung der Schulden-Obergrenze der USA offenbar geeinigt. Wie das amerikanische Schuldenproblem letztlich gelöst werden soll, muss aber noch verhandelt werden. Die Angst vor der Staatspleite bleibt.

Laut Präsident Obama hätten sich die Fraktionsführer geeinigt und damit die Zahlungsunfähigkeit der USA abgewendet, meldet Schweizer Radio DRS.

So soll die Schulden-Obergrenze von derzeit 14,3 Billionen US-Dollar drastisch angehoben werden. Die USA wird in zwei Schritten ihre Verschuldung zunächst um 2,5 Billionen US-Dollar erhöhen, um über das Jahr 2012 zu kommen – bis zur Wahl im November 2012.

Dieselbe Summe könnte dann über zehn Jahre durch Sparprogramme wieder abgebaut werden.

Wo genau aber gespart werden soll, bleibt bisher ungewiss. Darüber muss sich eine Kommission aus Vertretern von Demokraten und Republikanern erst noch einigen. Zeit bleibt dafür nur bis Ende des Jahres Zeit. Andernfalls werden die Ausgaben von Militär und Gesundheitswesen gleichermaßen gekürzt.

Die US-Schuldenkrise wurde damit noch nicht gelöst, sondern eher noch verschärft. Zudem muss der “Kompromiss” heute noch durch beide Parlamentskammern. Ob er dort die entsprechenden Mehrheiten findet, ist offen.

Entsprechend verhalten dürften daher auch die Reaktionen an den Finanzmärkten ausfallen. Führende Volkswirte hatten sich im Vorfeld der Einigung skeptisch über die Kreditwürdigkeit der USA geäußert und befürchten, dass mindestens eine der US-Ratingagenturen eine Abstufung vornehmen wird.

Die USA erhalten seit 1917 ohne Unterbrechung die Bonitäts-Bestnote “AAA” von ihren Agenturen.



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