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Von Ölpreis, Airlines, Dollar und Euro

Zweifel! Lufthansa und Air Berlin haben den Kerosinzuschlag erhöht. Als Grund führen die Fluggesellschaften den starkt gestiegenen Ölpreis an. Finanzexperten wiederum führen den hohen Ölpreis auf die Doller-Schwäche zurück. Der Euro nochmal herum hat derzeit eine noch nie dagewesene Kaufkraft. Alles was in US-Dollar ausgepreist ist, ist für Europäer ein Schnäppchen, auch Öl. Jo! Wenn man die Charts des Ölfutures und des Euro-Dollar-Kurses übereinander legt, dann gleichen sie sich fast wie Zwillinge. Wie kommt es also, dass trotz einer gewissen Stabilität zwischen Ölpreis und Euro Fluggesellschaften und Mineralölkonzerne immer weiter an der Preisschraube drehen?

Anders herum. Der Ölpreis wurde in letzter Zeit ständig durch Spekulanten und OPEC-Länder auf neue Höhen geschwatzt. Fair bewertet sollte er bei etwa 70 US-Dollar pro Barrel liegen. Auf ihrem letzten Treffen sprachen die Öl-Länder sogar von einer bislang unbekannten Knappheit der Ressource Öl, was einen neuen Preisschub zur Folge haben dürfte. Fakt ist, der Ölpreis in US-Doller hat seit Jahresanfang um etwas mehr als 40 Prozent zugelegt. Der Euro hingegen hat lediglich um rund 13 Prozent gegenüber dem Dollar gut gemacht. Damit ist doch der Ölpreis schuld und die Stärke des Euro dämpft lediglich dessen Auswirkungen. Ein Szenario mit hohem Ölpreis und schwachem Euro mag ich mir gar nicht vorstellen.

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