≡ Menu


Warum das staatliche Bankenrettungspaket floppen muss

Schön! Die Regierung hält den Banken ein Geldsäckel gefüllt mit 500 Milliarden Euro, 80 Milliarden davon Cash, entgegen und sagt nehmt davon oder lasst es. In der Pflicht sind die angeschlagenen Geldinstitute dabei nicht. So gibt es weder verbindliche Auflagen, an denen eine Inanspruchnahme gebunden ist, noch gibt es Regelungen, wann eine Bank durch das Hilfspaket gestützt werden muss, ach gegen ihren Willen. Den Managern allein bleibt die Entscheidung überlassen. Und die werden genau abwägen:
  • Gehaltseinbussen gegen Fortbestand des Kreditinstitutes
  • Schaden für eigenen Ruf und den der Bank
  • Eigenkapital oder Mitmischen der Politik
  • Vertrauen gegen mögliche Rettung.

Das Beste dabei, wenn Verwaltungsrat und Vorstand keine personellen, strukturellen und geschäftspolitischen Konsequenzen wollen, die Politik machtlos bleibt, dann wird der Bock zwangsläufig zum Gärtner, wie die Situation der BayernLB zeigt.

Soll eine Unternehmenssanierung Aussicht auf Erfolg haben, dann muss die Entscheidung ob, wann und wie von unabhängiger Stelle erfolgen, wie eben durch  Insolvenzverwalter und Insolvenzgericht. Bei dem Rettungspaket der Regierung sehe ich das nicht.

Des Weiteren wurden keine Institutionen geschaffen, die eine Prüfung aller mit einer Sanierung und Stützung im Zusammenhang stehenden Anforderungen und Massnahmen übernimmt. Nichts ist geregelt. Bisher stellt das Paket lediglich ein Placebo dar, mehr nicht.

Eigentlich will die Politik in Sachen Finanzkrise auch gar keine Verantwortung übernehmen. Man wäre ja damit messbar. Die Austattung und Kompetenzverteilung des Hilfspaketes überträgt die Verantwortung voll und ganz auf das Management. Geht dabei etwas schief, sind wieder die Führungskräfte schuld und nicht die Politik.



{ 0 comments… add one }

Leave a Comment

banner