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Abgeltungsteuer im Überblick

Was Sie als Privatanleger über die neue Abgeltungsteuer wissen sollten:

Art: Quellensteuer auf Kapitaleinkünfte
gültig ab: 01. Jahuar 2009
Höhe: pauschal 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer
Erhebung auf: Kapitaleinkünfte (Zinsen, Dividenden, Fondsausschüttungen, Kurs- und Währungsgewinne)
Zahlung: Einbehalt und Abführung direkt durch Banken und Fondsgesellschaften
Spekulationsfrist: entfällt
Freibetrag (Sparerpauschbetrag): 801 Euro; 1.602 Euro für Ehepaare
Veranlagungswahlrecht: Abgeltungsteuer, wenn individueller Steuersatz > 25 Prozent; sonst individueller Steuersatz (Erstattung im Folgejahr nach Steuererklärung und Günstigerprüfung durch Finanzamt)
Verrechnung mit anderen Einkunftsarten: nein
Verrechnung mit Verlusten aus Kapitalvermögen: ja (auf Ebene der Bank / Fondsgesellschaft; Sonderfall: Verrechnung von Kursgewinnen nur mit Kursverlusten)
Verrechnung über mehrere Kreditinstitute: indirekt durch Veranlagung beim Finanzamt möglich
Verlustvortrag über mehrere Jahre: ja
Angabe in Einkommensteuererklärung: nein (ausser Sonderfälle)

Ausnahmen

  • grundsätzlich alle zertifizierten Altersvorsorgeprodukte
  • Riester-Fondssparpläne
  • Rürup-Rente
  • betriebliche Pläne zur Altersvorsorge
  • private Kapitallebensversicherung (Abschluss vor dem 01. Januar 2005 und mindestens 12 Jahre Haltedauer)
  • private Rentenversicherung (Abschluss vor dem 01. Januar 2005 und mindestens 12 Jahre Haltedauer)
  • Thesaurierte Veräusserungsgewinne (Dachfonds) bleiben steuerfrei.

Übergangsregelung und Bestandsschutz
Aktien, Fonds, Fondssparpläne und deren Anteile sowie festverzinsliche Wertpapiere, die vor dem 31. Dezember 2008 erworben und mindestens 12 Monate (Spekulationsfrist) gehalten wurden, bleiben steuerfrei.

Für Zertifikate, die vor dem 15. März 2007 gekauft oder bis 30. Juni 2009 mit Wahrung der einjährigen Spekulationsfrist verkauft werden, gilt der persönliche Steuersatz.

Auswirkungen

  • Mit Zahlung der Abgeltungsteuer hat der Anleger seine Steuerschuld gegenüber dem Finanzamt abgegolten.
  • Die Steuerprogression für Kapitaleinkünfte wird bei 25 Prozent gedeckelt.
  • Besser und geringer Verdienende profitieren durch das Wahlrecht.
  • Die Handhabung für Steuerzahler und Finanzbehörden wird vereinfacht.
  • Banken erlangen Kenntnis über Religion ihrer Kunden.
  • Bei Unternehmen wird die im Voraus gezahlte Abgeltungsteuer mit der endgültigen Steuerschuld verrechnet.
  • Bei Wahl der Abgeltungsteuer erhält der Fiskus zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer: 25 % + 5,5 % + 8 % = 38,5 % aller Kapitaleinkünfte. Bei 9 % Kirchensteuer wären es 39,5 %.
  • Höhere Belastung der Aktionäre durch Wegfall des Halbeinkünfteverfahrens für Dividenden.

Weitere Infos: BMF, Finanzämter und Steuerberater

Quellen:
Allianz Global Investors
Bundesministerium der Finanzen
Wiki

Keine Gewähr! Keine Steuerberatung!



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