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Finanzmathematik: Mehrwertsteuererhöhung leicht gemacht

Ich weiss ja, dass Finanzmathematik nicht jedermanns Sache ist und Volkswirten fällt es besonders schwer, aus simplen Textaufgaben die Problemstellung zu extrahieren und mathematisch richtig in eine Formel zu packen. Deshalb werde ich hier nochmal darauf eingehen, wie man die Mehrwertsteuererhöhung korrekt einpreist und hoffe, dass nun auch dem letzen Ökonom geholfen ist:

Ein Produkt kostet EUR 5,30. Der Preis beinhaltet 16 Prozent Mehrwertsteuer. Zur Erinnerung, 16 Prozent bedeuten 16 von Hundert. Jetzt stellt die Politik die Aufgabe, ab 01.01.2007 mit nunmehr 19 Prozent Mehrwertsteuer zu kalkulieren. Liebe Zahlendreher, das heisst mitnichten, dass man jetzt einfach auf den alten Preis inkl. MwSt die drei Prozent Differenz drauf schlägt. Die Angelegenheit ist a bissle komplizierter, als Sie denken.

Sie müssen zuerst den Preis exkl. MwSt ermitteln:
EUR 5,30 / 1,16 = EUR 4,57

Erst jetzt dürfen Sie die 19 Prozent ansetzen:
EUR 4,57 x 1,19 = EUR 5,44

Eigentlich ganz einfach. Oder? Aber nun das Mysterium:

  • Warum kostet schon seit Oktober 2006 ein Big-Pack “Malle Light” EUR 5,50?
  • Was macht Ihr mit den sechs Cent Differenz?
  • Nach welchem Kalender lebt Ihr eigentlich?

Falls Sie noch Fragen haben oder Ihre Mitarbeiter einer Schulung bedürfen, für EUR 299,99 Netto die Stunde plus Spesen gebe ich Ihnen gern eine Einführung in die vier Grundrechenarten mit Rationalen Zahlen. ;)

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