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Grundsteuer: Droht eine gesamtdeutsche Mieterhöhung?

Die Mieten könnten in Deutschland bald flächendeckend steigen, weil die Vermieter die von den Ländern geplante Grundsteuererhöhung ihren Mietern weitergeben dürfen.

Länder und Kommunen sind chronisch unterfinanziert und suchen ständig nach Einnahmequellen. Jetzt kommen Bayern, Baden-Württemberg und Hessen auf Dreh der Grundsteuererhöhung. Die offizielle Begründung lautet gemäss Medienberichten, die Berechnungsmodelle seien veraltet. Und in der Tat stammt das heutige Grunsteuergesetz aus dem Jahre 1951, als nämlich die Belastung von Grundstücken bundesweit einheitlich gestaltet wurde. Seit dem wird zur Berechnung der Grundsteuer der jeweilige teils über 70 Jahre alte Einheitswert zu Grunde gelegt.

Reiche sollen entlastet und Arme belastet werden
Im Zuge des Umbaus der Berechnungsmethodik soll künftig statt dem Einheitswert die Art der Bebauung und die Grundstücksfläche als Bemessungsgrundlage der Grundsteuer dienen, berichtet Focus. Damit würden künftig Grundstücke in Berlin-Marzan genauso hoch besteuert wie die der Reichen im Münchner Stadtteil Bogenhausen. Die Folgen für den Wohnungsmarkt wären dramatisch. Die Mieten in Berlin würden vergleichsweise explodieren, während sich Wohnungen der Besserverdiener in besten Lagen von München und Hamburg nur moderat oder gar nicht verteuern. Mehr noch, wer in die Höhe baut, wie Banken und Versicherungen, könnte künftig womöglich erhebliche Steuern sparen.



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