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Steuer: Arbeitszimmer wieder stärker absetzbar

Das Bundesverfassungsgericht hat die seit 2007 geltende Beschränkung bei der Absetzbarkeit der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer kassiert, wonach ein häusliches Arbeitszimmer den Mittelpunkt der betrieblichen und beruflichen Betätigung bilden muss. Wer durch seinen Arbeitgeber keinen Arbeitsplatz gestellt bekommt und zu Hause arbeitet, darf die Kosten für sein Arbeitszimmer plus Einrichtung wieder steuerlich geltend machen, auch wenn er den häuslichen Arbeitsplatz nur zwei Stunden am Tag nutzt.

Ein Finanzamt hatte die Kosten des Arbeitszimmers eines Lehrers nicht steuerlich anerkannt, trotzdem die Schule keinen Arbeitsplatz für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts stellte. Die Klage landete schliesslich vor den Verfassungsrichtern. Der Zweite Senat befand nun mit einer Mehrheit von fünf zu drei Stimmen, dass hier der allgemeine Gleichheitssatz verletzt ist, soweit Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer auch dann steuerlich unberücksichtigt bleiben, wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zu Verfügung steht.

Das Gericht verpflichtete den Gesetzgeber rückwirkend zum 01. Januar 2007 den § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG neu und verfassungskonform zu regeln. Damit dürften sich viele Deutsche über hohe Steuererstattungen freuen.

(Az: 2 BvL 13/09)



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