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Was bedeutet das Fiskusprivileg?

Das Fiskusprivileg garantiert im Falle einer Involvenz dem Finanzamt den Erstrang unter den Gläubigern. Hat ein Unternehmen Steuerschulden, kann sich der Bund vor Kommunen, Arbeitnehmern, Auftraggebern (zum Beispiel Handwerkern), Banken und Inhabern an der Insolvenzmasse bedienen.

Konsequenzen
Bislang konnten Banken oftmals aufgrund ihrer starken Gläubigerposition die Finanzämter zur Mitarbeit oder zum Stillhalten bei Firmen-Sanierungen überzeugen. Denn ein funktionierendes Unternehmen und seine Mitarbeiter zahlen langfristig mehr Steuern, als eine einmalige Ausschüttung aus der Insolvenzmasse ergibt. Kommt aber das Fiskusprivileg, besteht die Gefahr, dass Finanzbehörden kurzsichtig noch sanierungsfähige Unternehmen in die Abwicklung schicken, um Steuerschulden einzutreiben, was Insolvenzverwaltern, Banken und Unternehmensberatern eine Rettung von Firma und Arbeitsplätzen erschwert oder gar unmöglich macht.

Geschichte
Das Fiskusprivileg wurde im Jahre 2007 abgeschafft. Seine Einführung wird derzeit wieder diskutiert.



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