≡ Menu


Kostenloses Girokonto: Wie kostenlos ist kostenlos?

Nicht immer lohnt sich kostenlos, wie Focus herausfand. Kostenloses Girokonto heisst zunächst kostenlose Kontoführung ohne Zahlungsverkehr und Monitoring. Das bedeutet lediglich ein Konto zu bestimmten Kunden oder Partnern zuordnen und in der EDV verknüpft führen. Geldeingänge auf dem Konto stärken die Sichteinlagen und damit die Liquidität der Bank, sind also ebenfalls kostenlos willkommen. Verfügungen per Online-Banking (Überweisungen, Daueraufträge) wickelt der Kunde über die EDV der Bank ab. Dazu ist kein Bank-Mitarbeiter nötig. Online-Banking kann also auch kostenlos sein, ohne der Bank weh zu tun. Bei Belegüberweisungen oder Scheckeinreichungen sieht das schon anders aus. Hier wird Personal bemüht, der Angestellte am Bankschalter, Backoffice zur Prüfung und Weiterleitung zum Belegleser. Die Frage ist, ob diese Service-Leistungen so teuer sein müssen, wie manche Geldinstitute sie anbieten.

Wie dem auch sei. Kunden sollten sich vor Bankwechsel oder Kontoeröffnung informieren,

  • welche Leistungen bei einem kostenlosen Girokonto inklusive sind,
  • wie hoch Geldeingänge und Mindestguthaben sein müssen,
  • wie teuer der weitere Service ist (Preisaushang),
  • welche Service-Leistungen der Kontoinhaber in der Regel selbst benötigt und
  • welche Leistungen zu welchem Preis Mitbewerber anbieten.

Da gewöhnlich sämtlicher Zahlungsverkehr über Electronic Banking abläuft und man nicht jeden Tag seinen Vermieter wechselt oder Duplikate seiner Kontoauszüge benötigt, sollte für die meiste private Kundschaft schon eine gewisse Ersparnis beim kostenlosen Girokonto drin sein.

Andernfalls hilft eine Nutzen-Aufwand-Analyse, also wieder

  • Was brauch ich als Kunde?
  • Was bietet die Bank mit kostenlosem Girokonto?
  • Was wäre zusätzlich zu bezahlen? und
  • Was bietet ein Mitbewerber mit kostenpflichtiger Kontoführung und eventuellen im Preis schon enthaltenen Service-Leistungen.

Btw., der Deutsche wechselt eher seinen Lebensgefährten als seine Bank und die Banken wissen das.

Technorati Tags:



{ 0 comments… add one }

Leave a Comment

banner