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Liquidität und Kreditkarte

Wie überwachen Sie als Kreditkarten-Besitzer bei aller Verlockung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs in Verbindung mit einem beispielsweise vierwöchigen Kreditrahmen Ihre Kontoführung?

Dazu müssen Sie sich fortlaufend folgende Fragen beantworten können:

  • Wann erfolgt der Gehaltseingang auf Ihrem Konto?
  • Wann werden Ihre fixen Kosten (Miete, Strom, Versicherungen etc.) belastet?
  • Variable Kosten, wie Lebensbedarf, können nach Ihrer Erfahrung als durchschnittlich fixe Kosten angesetzt werden.
  • Zu welchem Stichtag wird Ihre Kreditkarte abgerechnet und wann wird Ihr Konto mit den Kartenzahlungen belastet?
  • Wie ist hoch sind die Salden Ihres Gehalts- und Kartenkontos?

Bei dem Einsatz einer Kreditkarte sollten Sie mindestens vier Wochen im Voraus Ihre Zahlungsfähigkeit, also Ihre Liquidität planen, wenn nicht Ihr Guthaben am Monatsende regelmässig immer noch höher als der Kreditrahmen Ihrer Karte ist.

Beispiel:
Ihr Gehalt geht am 1. des Monats ein.
Die Abbuchungen Ihrer fixen Kosten erfolgen bis zum 20. des Monats.
Ihre Karte wird am 5. Werktag des Monats abgerechnet.
Die Belastung Ihres Kontos mit den Kartenbuchungen erfolgt um den 16. des Monats.

Daraus ergibt sich ein vom 1. bis zum 20. des Monats ständig sinkender Saldo. Am 20. soll Ihr Konto jedoch immer noch genügend Guthaben aufweisen. In unserem Beispiel werden alle Kartenzahlungen, die Sie bis zum 5. Werktag eines Monats tätigen im selben Monat dieses Stichtages belastet. Die Buchung aller Kartenzahlungen nach dem 5. Werktag erfolgen erst im Folgemonat. Wenn Sie jetzt Ihre voraussichtlichen tiefsten Kontostände des aktuellen und des darauf folgenden Monats kennen, können Sie entscheiden, ob Sie einen Einkauf mit Kreditkarte noch vor oder doch lieber erst nach dem brisanten 5. Werktag eines Monats tätigen.

Aber wie treffen Sie eine zuverlässige Prognose zu Ihren Kontoständen als Entscheidungshilfe?

Ein simpler kostenloser Liquiditätsplan als Excel-Datei genügt. Darin können Sie ganz einfach Ihre Einnahmen und Ausgaben für das gesamte Jahr eintragen und haben immer einen Überblick welche Anschaffungen Sie sich wann leisten könnten. Ihre Kreditkarte gewährt Ihnen dabei im Umkehrschluss die Möglichkeit, einen Einkauf um vier Wochen vorzuziehen. Sie haben ja Ihren Kreditrahmen auf der Karte.

Wie funktioniert ein Einkauf mit Karte, wenn der Kreditrahmen der Karte nicht ausreicht, aber mein Gehaltskonto genügend Deckung aufweist oder ich den Dispo beanspruchen möchte?

Nichts leichter als das. Wenn Ihre Bank, welche auch Ihr Gehaltskonto führt, die Karte ausgegeben hat, dann bitten Sie diese vorübergehend den Kreditrahmen Ihrer Karte zu erhöhen. Reichen Guthaben und Dispo aus, dann sollte das kein Problem sein.

Wenn Ihr Gehaltskonto bei einer anderen Bank geführt wird, dann sollte ein aktueller Kontoauszug Ihres Gehaltskontos genügen, um das Geldinstitut, welches die Kreditkarte herausgegeben hat, zur temporären Erhöhung Ihres Kreditrahmens zu bewegen.



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