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Timesharing: Mehr Schutz für Urlauber

Verbraucher erhalten künftig mehr Schutz beim Kauf, Tausch und Wiederverkauf von Ferienwohnrechten. Die im Oktober durch die Europäische Kommission neu verabschiedete Timesharing-Richtline erweitert die schon für Ferien-Immobilien geltenden Regelungen auch auf andere Urlaubsprodukte.

Timesharing ist ein Nutzungsrecht an einer Immobilie. Der Kunde erhält damit das Recht zum Beispiel eine Ferienwohnung pro Jahr während eines bestimmten Zeitraumes (mehrere Wochen) zu nutzen. Innerhalb eines Timesharing-Pools oder zwischen Partnern kann dieses Nutzungsrecht getauscht werden, so dass die Urlauber Erholungszeit und -ort flexibel wählen können. Timesharing ist ein Wachstumsmarkt und in vielen Ländern Europas sehr beliebt.

Die Richtlinie von 1994 schützte bislang nur Timesharing-Kunden durch

  • Anspruch auf schriftliche Informationen vor Vertragsabschluss
  • ein mindestens 10-tägiges Rücktrittsrecht
  • Verbot der Entgegennahme von Anzahlungen und Kautionen innerhalb der Widerrufsfrist.

Die neue Richtline vereinfacht nun die Rahmenbestimmungen und regelt künftig den

  • Kauf
  • Wiederverkauf
  • Tausch

von Timesharing sowie weiterer längerfristiger Urlaubsangebote. So schliesst die neue EU-Vorschrift auch:

  • Veträge mit einer Laufzeit von weniger als drei Jahren
  • Mobilien (z.B. Hausboot, Kreuzfahrtschiff)
  • Verbot irreführender Preisnachlässe und Einmalvorauszahlungen bei langfristigen Urlaubsprodukten (z.B. Discout Holiday Clubs)
  • Gebühren bei Wiederverkauf von Teilnutzungsrechten
  • Gebühren bei Timesharing-Tauschbörsen
  • Informationspflichten

mit ein.

Somit gewährt die EU-Kommossion gleiches Recht für alle und legt hoffentlich den schwarzen Schafen der Branche endlich das Handwerk.

(Europäische Kommission)

Foto: Steve Woods / SXC


Dieser Artikel ist Teil 3 von 30 der Serie Ratgeber Geld: Vermögensaufbau



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