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Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung weiter gestiegen

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arzneimittel sind im Jahre 2009 um 1,5 Milliarden Euro oder 5,3 Prozent auf 30,7 Milliarden Euro gestiegen. Damit setzt sich der Preisanstieg der letzten Jahre fort. Das belegt der Arzneimittel-Atlas 2010 herausgegeben von IGES. Dabei entfallen rund 1,1 Milliarden Euro auf den Verbrauchsanstieg durch die alternde Gesellschaft. Rund 400 Millionen Euro der Mehrausgaben sind dem Einsatz neuer Wirkstoffe geschuldet. Wobei nicht nachgewiesen werden konnte, dass Spezialtherapien mit neuen Medikamenten, z.B. Krebsbehandlung, den finanziellen Rahmen der Krankenkassen übermässig belasten würden. Der Verordnung von Generika brachte 2009 nur eine Einsparung von 300 Millionen Euro.

Gemäss IGES liegt der Hauptgrund für die Kostensteigerungen im Versagen der Steuerungsinstrumente am Arzneimittelmarkt. So würden die Ausgaben der Ärzte zwar durch Vereinbarungen zwischen Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassenverbänden begrenzt. Diese Grenzen werden jedoch bundesweit nicht eingehalten.

Der Arzneimittel-Atlas als jährliche Analyse des Verbrauchs der GKV erscheint am 31. August. Das IGES Institut Berlin erstellt ihn im Auftrage der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa).

Foto: e-MagineArt.com / CC



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