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Einfirmenvertreter oder Versicherungsmakler?

relationship partnerschaftVersicherungsmakler (Mehrfachvermittler) werben mit ihrer Unabhängigkeit und einem bunten Blumenstrauß an Versicherungsgesellschaften, der dem Kunden einen möglichst umfangreichen aber günstigen Service bieten soll.

Einfirmenvertreter (Versicherungsvertreter) hingegen gelten unter “Branchen-Experten” grundsätzlich als unseriös, denn wer die Produkte nur einer einzigen Versicherungsgesellschaft im Angebot hat, kann seine Kunden ja gar nicht gut beraten.

Versicherungsmakler als Vertriebsargument
Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, dass niemand bei der Auswahl seiner Lebensgefährtin oder seines Lebensgefährten einen Überblick über das gesamte Marktangebot von Milliarden an MitbewerberInnen hat und die meisten Paare trotzdem glücklich sind?

Ebenso kann kein Versicherungsmakler, ja nicht einmal eine Stiftung Warentest einen fundierten Marktüberblick haben, auch wenn sie es gerne behaupten. Sie können nur die besten Angebote unter denen auswählen, die sie kennen. Zudem ist keine Versicherungsgesellschaft daran interessiert, dass nur ihr Flaggschiff am Markt vertrieben wird, während die Krücken in den Schubladen der Makler verstauben. Denn dann gäbe es nur eine Lebensversicherung, nur eine Unfallversicherung, nur eine Kfz-Haftpflicht und so weiter und so fort und Makler sowie Finanztester wären brotlos.

Nun mag Ihnen jeder Versicherungsmakler mit seinen drei Gesellschaften in der Tasche und ein paar Vergleichszahlen glaubhaft machen wollen, dass Sie gerade bei ihm am besten aufgehoben sind. Haben Sie jedoch 10 solcher Typen erlebt, kennen auf jeden Fall schon mal die 10 Branchen-Besten. Nachprüfen können Sie deren Behauptungen jedoch nicht. Vor allem dann nicht, wenn eine Lebensversicherung 30 Jahre läuft und Sie den Versicherungsfall sowieso nicht erleben. Also ist es egal, dass Ihnen Makler erzählen, wie toll das alles ist. Wichtig ist die Zuverlässigkeit der Gesellschaft und wer besonders billig anbietet, bleibt eh nicht lange am Markt.

Einfirmenvertreter – Eine solide Partnerschaft
Und so kommen wir letztlich zum Einfirmenvertreter und seinen Vorteilen. Sie wissen schon, warum Versicherungsgesellschaften bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nach ihren Wohnverhältnissen fragen? Nicht, weil die Aktuare befürchten, dass Sie mit riskanten Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an ihrem Eigenheim die Versicherungsstatisik durcheinander bringen könnten. Die Gesellschaft will Ihnen vielmehr eine Hausrat, eine Haftpflicht und eine Gebäudeversicherung verkaufen. Und spätestens an dieser Stelle würde Ihnen ein Versicherungsmakler etwas ganz Billiges anbieten, was Ihnen auf dem ersten Blick zwar ein paar Euro spart. Dass Sie aber für die Gesellschaft dabei nur ein D-Kunde unter vielen, ach eigentlich nicht einmal das, dass Sie nur eine kleine Nummer bleiben, die aufgrund ihres mickrigen Ertrages jederzeit ersetzbar ist, das erzählt Ihnen Ihr Makler nicht.

Der Einfirmenvertreter hingegen könnte Ihnen zunächst bei Bedarf im Rahmen seiner Konditionenkompetenz, die nämlich kein Makler hat, ein vernünftiges Angebot machen. Bauen Sie zudem eine solide langfristige Partnerschaft (wir kennen sie auch als Relationship) zum Vertreter und seiner Gesellschaft auf, dann können sie als B- oder sogar A-Kunde mit mehr Kulanz und Service sowie Sonderkonditionen rechnen und auch mal bei Provisionen feilschen wie auf einem türkischen Basar.

Mir persönlich wäre eine langsfristige vertrauensvolle Partnerschaft lieber, auch wenn’s am Anfang ein paar Euro mehr kostet, als jährlich wechselnde Quickies, die letztlich nur den Geldbeutel der Makler füttern, der Kunde im Schadensfall aber sich selbst überlassen bleibt.

Wer passt besser zu Ihnen, Versicherungsmakler oder Einfirmenvertreter?

Foto: lumaxart / CC



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