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GKV: Fünf Milliarden Euro Mehrwertsteuer auf Medikamente

Kassenpatienten zahlen in 2010 für Arzneimittel 4,6 Milliarden Euro Mehrwertsteuer.

Der Bund wird im Jahre 2010 voraussichtlich 4,6 Milliarden Euro Mehrwertsteuer für Arzneimittel allein von den gesetzlichen Krankenkassen einnehmen. Darauf weist die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände angesichts der öffentlichen Debatte um eine Vereinfachung des Mehrwertsteuersystems hin.

Während seit Anfang dieses Jahres zum Beispiel Bankmanager und Versicherungsvertreter für ihre Übernachtungen in Seminar-Hotels nur den ermäßigten Mehrwertsteuersatz in Höhe von sieben Prozent bezahlen, müssen Patienten für ihre dringend benötigten Medikamente den vollen Satz von 19 Prozent auf den Tisch legen. Bis Ende August dieses Jahres überwiesen die gesetzlichen Krankenkassen bereits 3,0 Milliarden Euro. Ende des Jahres sollen es rund fünf Milliarden sein.

Gemäss Statistik des Verbandes der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) ist Deutschland mit 25 Prozent an Steuern und Rabatten auf Arzneimittel unter seinen europäischen Nachbarn führend. Danach kommen Dänemark (21 Prozent) und Norwegen (20 Prozent). Schweiz, Irland und Schweden erheben kaum oder gar keine Steuern auf Medikamente.

ots



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