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IHK-Prüfung von Versicherungsmaklern

Seit Juni müssen sich Versicherungsvermittler 230 Stunden in der Thematik schulen lassen und anschliessend vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) eine Prüfung ablegen. Wenn sie nach erfolgter Prüfung noch eine Berufshaftpflichtversicherungs nachweisen, werden sie als rechtmässige Versicherungsvertreter registriert. Klingt gut, wenn da nicht doch einige Haken wären. Diese Regelung gilt nur für Berufsneulinge und für echte Makler. Wer im Auftrage einer einzelnen Versicherungsgesellschaft handelt, braucht keine Prüfung und darf munter weiter verkaufen, ob mit Know-how oder ohne. Des Weiteren gibt es kein festes Lehrprogramm. Die Anwärter für das Versicherungsgeschäft dürfen sich ihre Lehrfächer selbst aussuchen. Was ursprünglich dem Schutze der Verbraucher dienen sollte, scheint zu verpuffen. Denn eine solide Ausbildung ändert nichts an einer Geschäftsstrategie und schützt nicht vor unseriösen Handelsvertretern mit weissen Söckchen. Will oder kann der Makler den Kunden echt beraten oder ihm nur sein Produkt aufs Auge drücken. Dieses Problem wird so leider nicht gelöst.

via LVZ

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