Seine Lebensversicherung verkaufen?







by Frank Kerkau on Juli 2, 2007

Kapitallebensversicherungen am Zweitmarkt zu handeln, ist üblich und international nichts Neues. WISO hatte stichprobenartig die Angebote diverser Rückkäufer getestet und nur zwei als seriös befunden. Dennoch: Das Geschäft nützt nur dem Rückkäufer, mal abgesehen von der Liquidität für den Verkäufer, die jedoch auch billiger beschafft werden kann, zum Beispiel durch Beleihung des Rückkaufwertes. Während der Zweitmarkt gerade mal den Rückkaufswert plus sechs Prozent als Einmalzahlung bietet, kassiert er für die restliche Laufzeit von 10 Jahren oder mehr immerhin eine Rendite von vier Prozent pro Jahr. Bei einer Kapitallebensversicherung mit einem Rückkaufwert von 10.000 Euro bekäme also der Versicherungsnehmer 600 Euro, während der Rückkäufer über die Restlaufzeit von 10 Jahren einen Gewinn von fast 5.000 Euro einfährt. Werden die Versicherungsprämien weiter gezahlt, ist der Gewinn noch höher.

Ein schlechtes Geschäft für Versicherungsnehmer. Daher sollte – wenn möglich – bei Bedarf eine Kapitallebensversicherung beitragsfrei gestellt, gegebenenfalls kurzzeitig beliehen, jedoch nicht gekündigt oder gar am Second-Hand-Markt verkauft werden.

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Sina Oktober 2, 2011 um 08:20 Uhr

Das Ergebnis war vernichtend, aber auch zurecht 🙂

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