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Tipps: Unfallversicherung – Welche Leistungen sind wichtig?

Wie viel Geld müssen Sie für eine Unfallversicherung ausgeben?

Was ist ein Unfall?
Ein Unfall ist ein ungewolltes plötzlich von aussen einwirkendes Ereignis mit Schadensfolge.

Was deckt eine Unfallversicherung ab?
Eine typische Unfallversicherung reguliert finanzielle Risiken, die durch Einschränkung der Arbeitskraft nach einem Unfall entstehen. Ob sich der Unfall in der Freizeit oder im Beruf ereignete ist egal. Diese können zeitlich befristet sein, wie finanzielle Aufwendungen für Krankenhaus und Behandlung oder Verdienstausfall, aber auch Langzeitrisiken, wie Behinderung durch Invalidität. Eine Unfallversicherung leistet zusätzlich zu anderen Versicherungen. Sie ist jedoch keine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Was ist wichtig?
Für Angestellte werden Leistungen, wie Behandlung oder Verdienstausfall ab dem 43. Tag durch die Krankenversicherung abgedeckt. Das heisst, nach einem Unfall werden Sie auch ohne Unfallversicherung behandelt und Verdienstausfall entsteht in der Regel nicht. Bleibende Behinderungen nach einem Unfall in Verbindung mit finanziellen Einbussen deckt jedoch keine normale Krankenversicherung ab. Daher liegt der Schwerpunkt einer Unfallversicherung einzig und allein auf der Invalidität.

Todesfallsumme
Unwichtig, denn zum einen ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering und zum anderen könnte das eine Risiko-Lebensversicherung besser. Die Todesfallsummen bei Unfall-Policen sind ausserdem sehr gering. Das Minimum mitnehmen, aber mehr auch nicht.

Krankentagegeld
Unwichtig für Angestellte. Wichtig für Selbständige wenn die Krankenversicherung nicht schon Krankentagegeld leistet.

Krankenhaustagegeld / Genesungsgeld
Krankenhaustagegeld gibt es während eines Krankenhausaufenthalts dazu. Dann können Sie wenigstens in der Kantine ordentlich schlemmen oder sich ein Einzelzimmer wählen, wenn es nicht schon in der Krankenversicherung enthalten ist. Daher auch unwichtig. Ein Genesungsgeld braucht man ebenfalls nicht unbedingt. Daher auf ein Minimum beschränken.

Invalidität
Jetzt wird’s ernst. Schon der Verlust eines Daumens macht einen Invaliditätsgrad von 20 Prozent aus. Vollinvalidität bedeutet, Sie müssen im Zweifel von Ihrem Ersparten leben und zusätzlich noch in Umbauten am Haus (Treppen, Aufzug usw.) und Transportmittel investieren. Können Sie’s aus eigener Kraft? In der Regel nicht. Also sollten Sie Ihre Invaliditätssumme mit Progression so hoch wie möglich abschliessen. Da Invalidität nach Unfall-Statistik eher weniger vorkommt, wirkt sich eine Erhöhung der Invaliditätssumme auch nicht so gravierend auf die zu zahlende Versicherungsprämie aus. Daher hier klotzen, nicht kleckern.

Unfallversicherung für wen und ab wann?
Für alle und so früh wie möglich. Eltern versichern ihre Kinder! Die meisten Unfälle passieren in der Freizeit. Hier greift keine Betriebsunfallversicherung. Hier sind Sie auf sich gestellt. Jeder sollte zumindest für den Invaliditätsfall vorsorgen. Dies kostet auch nicht die Welt. Ab 9 Euro im Monat sind Sie schon gut dabei.

Grundsätzlich lohnt es sich nicht Risiken doppelt zu versichern. Das verteuert die Geschichte nur unnütz. Versicherungen sollen sich wenn schon, denn schon ergänzen. Was andere bestehende Versicherungen regulieren, gehört in die Unfall-Police nicht rein.

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{ 1 comment… add one }

  • Lena Januar 29, 2010, 13:08

    Gerade bei der Unfallversicherung sollte man die Leistungen der verschiedenen Versicherungen vergleichen. Es ist unglaublich was es da für Unterschiede. Manche Versicherungen verlangen en doppelten Beitrag (im Vergleich zu meiner schon bestehenden Unfallversicherung) und bieten dafür gerade einmal die Hälfte an Leistungen an. Vor dem Abschluss einer Unfallversicherung sollte man daher ganz genau vergleichen.

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