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Glossar – A

35/35-Regel, 60/60-Regel, 110/110-Regel
Marktkapitalisierung/Börsenumsatz-Regel für ein Unternehmen um in einen Index aufgenommen zu werden. Wobei gilt, dass das Unternehmen in jeweils beiden Kategorien zu den grössten Unternehmen des Marktes gehören muss, zum Beispiel:

  • 35/35 -> DAX
  • 60/60 -> NEMAX-50
  • 110/110 -> M-DAX

Ad-Hoc-Publikation
Den Kurs beeinflussende Unternehmensmeldungen, von denen sofort möglichst alle Marktteilnehmern zur selben Zeit Kenntnis erlangen sollen.

ADR – American Depository Receipt
Hinterlegungsschein, der das Eigentum an einer Aktie, Aktienbruchteilen oder mehreren Aktien verbrieft.

Agio
Preisaufschlag auf den Nennwert eines Wertpapiers;
Nennwert + Agio = Ausgabepreis

Akkumulieren
Einschätzung der Marktentwicklung einer Aktie durch Analysten von Banken oder Brokerhäusern. Akkumulieren bedeutet, dass sich das Papier wie der Gesamtmarkt/Index entwickeln wird, daher auch Marktperformer genannt.

Aktie
Urkunde über den Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft, meist verbunden mit Mitgliedschaftsrechten am Unternehmen. Der Nennwert deutscher Aktien beträgt meist 1 Euro. Die Emission kann als Namens- Inhaber-, Stamm- oder Vorzugsaktie erfolgen.

Aktienanalyse
Die Fundamentalanalyse beschäftigt sich mit den harten Unternehmensdaten sowie Marktaussichten und ergibt eine solide faire Wertaussage für die Aktie.
Die technische Analyse (Chartanalyse) beschäftigt sich mit der Börsenpsychologie. Sie schliesst aus vergangenen Kursentwicklungen auf künftige. Ich sage immer, fundamental wissen was ein Papier wert ist, um grundsätzlich über ein Investment zu entscheiden und die Charttechnik nutzen, um günstig einzukaufen.

Aktienfonds
Investmentfonds, dessen Portfolio sich mindestens überwiegend aus Aktien zusammensetzt.

Aktiengesellschaft
Handelsgesellschaft (juristische Person), deren Anteilseigner (Aktionäre) mit ihren Einlagen auf das Grundkapital beteiligt sind und auch nur in dessen Höhe haften. Die Mindesteinlage zur Gründung einer AG beträgt TEUR 50. Die Organe einer AG sind Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Eine Aktiengesellschaft muss nicht an einer Börse notiert sein, um ihre Papiere zu emittieren und zu handeln.

Aktienindex
Begrenzte Liste von börsennotierten Unternehmen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen und deren Aktienkurse gewichtet nach Unternehmensgrösse den Punktestand bestimmt. Der Aktienindex spiegelt die durchschnittliche und gewichtete Kursentwicklung aller in ihm gelisteten Unternehmen wieder und gilt als Benchmark.
Bekannte Aktienindizes wären DAX, DOW Jones Industrial, Nikkei.

Aktienpaket
Summe aller Aktien einer Aktiengesellschaft, die im Eigentum einer einzelnen natürlichen oder juristischen Person sind.

Aktiensplitt
Wertneutrale Massnahme einer Aktiengesellschaft, um ihre Aktien optisch billiger zu machen bzw. Kleinanlegern den Handel zu erleichtern. Damit erhöht sich die Börsen-Liquidität der Aktie.

Am Geld
“at the money” – Der Ausübungspreis eines Optionsscheines entspricht dem Kurs des Basiswertes.

American Style
Ein Optionsschein oder eine Option kann während seiner gesamten Laufzeit zu jedem Zeitpunkt ausgeübt werden.

Amtliche Notierung
Kursnotierung von Wertpapieren, deren Kurse durch den amtlichen Makler (Kursmakler) an der Börse festgelegt und im Amtlichen Kursblatt der Börse, im Wirtschaftsteil der Tagespresse sowie in anderen Medien publiziert sind. Die Zulassung der Papiere eines Unternehmens zum amtlichen Handel wird an bestimmte Bedingungen geknüpft, wie Veröffentlichung eines Prospekts, Jahresabschluss und Ad-Hoc-Mitteilungen.

Anlageausschuss
An einen bestimmten Fonds gebundenes Steuerungsgremium einer Kapitalanlagegesellschaft, das die längerfristige Anlagepolitik festlegt und die Interessen der Anleger wahrnimmt. Mitglieder des Anlageausschusses können auch Branchen-insider sein, wie Mediziner bei Bio-Tech-Fonds.

Anlagegrenzen
Gemäss dem Kapitalanlagegesellschaftengesetz darf der Anteil an Wertpapieren eines einzelnen Emittenten am investierten Fondsvermögen maximal bis zu fünf ausnahmsweise bis zu 10 Prozent betragen.

Anlagepolitik
Alle Strategien des Portfolio-Managements und deren Umsetzung zur Steuerung und Mehrung des Fondsvermögens, Minimierung der Risiken zum Schutz und Wahrung der Interessen der Anleger.

Anleihen
Festverzinsliche Wertpapiere – Die Emittenten können private Unternehmen oder Körperschaften des öffentlichen Rechts sein.

Anteilumlauf
Summe aller aktuell emittierten, also im Umlauf befindlichen Fondsanteile.

Arbitrage
Ausnutzung von Kursunterschieden eines Wertpapiers an verschiedenen Börsenplätzen zum selben Zeitpunkt. An einer Börse billig kaufen und an der anderen teuer verkaufen.

Ask / Briefkurs / B
Kurs zu welchem ein Papier an der Börse angeboten wurde, jedoch keinen Käufer fand.

Asset Class
Vermögenskategorie – z.B. Aktien, Anleihen oder Immobilien

ATX
wichigster österreichischer Aktienindex mit 23 Werten

Aufstockungsaktien
auch als Gratisaktien bekannt

Auftragstimmrecht
Ausübung des Stimmrechts durch die Depotbank auf der Hauptversammluung nach Weisung des beauftragenden Aktionärs

Aus dem Geld
“out of the money” – Der Ausübungspreis eines Optionsscheines liegt über (Call) bzw. unter (Put) dem Kurs des Basiswertes

Ausgabekurs
Kurs zu welchem ein Wertpapier erstmals durch den Anleger gezeichnet werden kann.
Das kann in Deutschland entweder der Nennwert oder höher sein.

Auslandsanleihen
Festverzinsliche Wertpapiere, dessen Emittent nicht in Deutschland sitzt.

Ausplatzierung von Krediten
(siehe Syndizierung)

Ausserbörslicher Handel
Zwei Parteien handeln ein Papier ohne Zutun eines Börsenmaklers.

Ausübungsfrist
Zeitspanne in der eine Option oder ein Optionsschein in ihren Basiswert umgewandelt werden kann. American Style = während der gesamten Laufzeit; European Style = am Verfallstag; Bedingungen des Emittenten beachten!

Ausübungspreis
auch als Basiskurs, Basispreis, Bezugspreis, Exercise oder Strike Price bezeichnet; Preis zu welchem der Basiswert eines Optionsscheines oder einer Option bezogen (Call) oder geliefert (Put) werden kann.

Ausübungstag
Tag an dem der Inhaber sein Recht wahrnimmt den Basiswert eines Optionsscheins oder einer Option zu beziehen (Call) oder zu liefern (Put).

Automatische Ausübung
Lassen es die Bedingungen des Emittenten zu, wird dieser ohne Zutun des Inhabers den inneren Wert eines Optionsscheins am Verfallstag dem Inhaber gutschreiben.



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