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Glossar – B

Baisse
Längere Zeit anhaltende Kursrückgänge des Gesamtmarktes an der Börse verbunden mit einem Abwärtstrend und negativer Stimmung, wobei sich einzelne Werte positiv entwickeln können.

Bär
Anleger mit negativer Markterwartung

Bandbreiten-Optionsschein
Optionsschein, bei welchem der Inhaber für jeden Tag, an dem sich der Basiswert innerhalb einer bestimmten Kurs-Range notiert, einen festgelegten Betrag erhält.

Barausgleich
Findet bei einer Options- oder Optionsscheinausübung keine Lieferung statt, so wird die Differenz zwischen Ausübungspreis und aktuellem Kurs des Basiswertes ermittelt und diese dem Inhaber gutgeschrieben.

Barchart
Balkenchart – grafische Darstellung von Eröffnungs-, Schluss-, Höchst- und Tiefstkurs während eines bestimmten Zeitraumes

Basispreis
siehe Ausübungspreis

Basispunkt
der hundertste Teil eines Prozents; 0,01 Prozent = 1 Basispunkt

Basiswert
Wertpapier oder Objekt, auf das sich eine Option oder ein Optionsschein bezieht; Aktien, Indizes, Rohstoffe, Schweinebäuche

Basket
Warenkorb – Portfolio von mehreren Titeln, die als Einheit betrachtet werden; z.B. Aktienkorb

Basket-Zertifikat
Anteilsschein auf einen Korb, meist befristet und mit bestimmten Bedingungen verknüpft; Er ermöglicht es dem Anleger auf die Entwicklung ausgesuchter Titel zu setzen, ohne dass er diese selbst erwerben muss. Aufgrund der Anteile kann der Anleger mit geringerem Einsatz und gewisser Diversifikation in voller Höhe von der Kursentwicklung profitieren.

Bauträger
Ein Bauträger ist eine natürliche oder juristische Person, die gemäss § 34c der Gewerbeordnung Bauvorhaben (Bauträgermassnahmen) auf eigenen Namen, eigene Rechnung und eigenes Risiko vorbereitet, durchführt und dazu Käufergelder entgegennimmt. Der Käufer erwirbt durch noteriell beurkundeten Kaufvertrag (Grundstückskauf mit Werkvertrag für das Bauvorhaben) die gesamte Immobilie inklusive Grundstück vom Bauherrn. Den Schutz des Käufers vor Verlust seiner Vermögenswerte regelt die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV). Die Baumassnahmen bestehen je nach Know How des Bauträgers aus:

  • Grundstücksentwicklung, Erschliessung, Parzellierung und Abverkauf
  • Neubau oder Sanierung von Wohnobjekten, Veräusserung nach Aufteilung oder en Block
  • Neubau oder Sanierung von Gewerbeobjekten, Veräusserung nach Aufteilung oder en Block
  • Neubau oder Sanierung von gemischt genutzten Objekten, Veräusserung nach Aufteilung oder en Block

Bauzeitzinsen
Zinsen einer Baufinanzierung, die zwischen erster Auszahlung der Baukredite und der schlüsselfertigen Übergabe, also bis zur möglichen Nutzung einer Immobilie anfallen. In der Regel werden Bauzeitzinsen mitfinanziert. Da Immobilien während der Bauphase keinen Ertrag erwirtschaften oder deren Bezug nicht möglich ist und noch Mietzahlungen zu leisten sind, müssen Bauzeitzinsen kalkuliert werden. Bei der Berechnung von Bauzeitzinsen wird von durchschnittlich halber Kreditbeanspruchung während einer Bauphase von einem halben Jahr ausgegangen:

(Darlehensumme / 2 * Nominalzinssatz / 100) * 6/12 = Bauzeitzinsen.

Ist die Bauphase länger geplant, dann müssen die Bauzeitzinsen entsprechend angepasst werden. Für eine Bauphase von einem dreiviertel Jahr wäre die Berechnung also:

(Darlehensumme / 2 * Nominalzinssatz / 100) * 9/12 = Bauzeitzinsen.

Bearish
negative Markteinstellung, langfristig fallende Kurse erwartend

Belegschaftsaktie
Aktien, die im Rahmen eines Mitarbeiterbonusprogramms unter dem aktuellen Börsenkurs verbunden mit einer Sperrfrist ausgegeben werden.

Benchmark
Vergleichsgösse, an der andere Werte angeschätzt werden.

Bestens
Auftragsbedingung, ein Wertpapier zum höchstmöglichen Kurs zu verkaufen.

Beta
Faktor, der die prozentuale Veränderung eines Titels (Portfolios) bezogen auf ein Marktportfolio angibt.

Betriebsaufspaltung
Unternehmen werden aus steuerlichen und haftungsrechtlichen Gründen in Betriebsgesellschaft und Besitzgesellschaft geteilt. Beides sind rechtlich selbständige Unternehmen. Die Betriebsgesellschaft verwaltet in der Regel das Vermögen der Besitzgesellschaft und tätigt Rechtsgeschäfte. Durch entsprechende Organschaftsverträge (Gewinnabführung und Beherrschung) lassen sich Gewinne steuersparend verschieben und das Vermögen aus der Haftung ausgrenzen.

Betriebskosten
Das sind alle durchlaufenden Kosten, landläufig auch fälschlich als Nebenkosten bezeichnet, die während der Nutzung der Immobilie anfallen und umlagefähig sind, wie Versicherungen, Grundsteuer, Müllabfuhr, Straßenreinigung, Entwässerung, Wasserverbrauch, Allgemeinstrom, Hausmeister, Hausreinigung, Schornsteinfeger.

Bewertungsmodelle
Hilfsmittel zur Beurteilung von Optionen oder Optionsscheinen unter Berücksichtigung der doch komplexen Einflüsse auf deren fairen Werte, z.B.:

  • Black-Scholes-Modell für europäische Optionen
  • Analytisches Approximationsmodell nach MacMillan/Barone-Adesi/Whaley für amerikanische Optionen
  • Binomialmodell nach Cox/Ross/Rubinstein für amerikansiche Optionen

Bezugsrecht
Recht des Aktionärs bei einer Kapitalerhöhung entsprechend seinem bestehenden Aktienanteil neu ausgegebene Aktien zu beziehen. Bezugsrechte können während der Bezugsfist gehandelt werden.

Bewirtschaftungskosten
Dies sind alle Kosten einer Immobilie, egal ob genutzt oder nicht, die zum einen nicht umlagefähig sind, aber – was viel wichtiger ist – zum Erhalt der Immobilie und den Einnahmen daraus dienen, wie Rücklagen für Instandhaltung und Modernisierung und bei vermieteten Objekten das Mietausfallwagnis oder die Kosten der Verwaltung.

Bezugsverhältnis
Verhältnis zwischen der Anzahl der aktuell am Markt befindlichen und der Anzahl der neu auszugebenden Aktien.

Billigst
Auftragsbedingung an eine Bank ein Wertpapier zum möglichst niedrigsten Kurs zu kaufen.

Blue Chips
Aktien mit hohem Börsenumsatz und hoher Marktkapitalisierung; also die im wichtigsten Index des jeweiligen Landes gelistete Aktien

Bobl
Bundesobligation

Bonds
Anleihen oder Schuldverschreibungen

Bonität
Massstab für Kreditwürdigkeit, je schlechter die Bonität, umso teurer der Kredit durch den höheren Risikoaufschlag

Bonus
Sonderausschüttung eines Unternehmens zu besonderen Anlässen

Bookbuilding
Auktionsverfahren bei Neuemissionen zur Festlegung des Ausgabekurses. Zunächst wird eine Preisspanne in Abstimmung mit den betreuenden Banken festgelegt. Danach ergibt der Durchschnitt der Gebote der Investoren den Ausgabekurs.

Börse
amtlicher Handelsplatz für Wertpapiere, Devisen und Waren

Bogen
Der zu jeder Aktie oder Anleihe gehörende Anhang mit Dividenden- oder Zinssscheinen (Kupons) sowie einem Talon zur Erneuerung; Die Kupons werden bei Fälligkeit abgetrennt und durch die Bank ausbezahlt. Damit beschäftigt sich der Anteilseigner nur, wenn er die Stücke effektiv im Tresor liegen hat. Bei der sogenennten Girosammelverwahrung erfolgt die Verwaltung durch die Depotbank.

BOSS
“Börsen Order Service System” zur Unterstützung des Aktien- und Rentenhandels

Branche
Wirtschaftszweig, z.B. IT, Automobilindustrie, Luftfahrt, Biotechnologie usw.

Branchenindex
Kennzahl mit welcher der Wertverlauf eines bestimmten Wirtschaftszweiges dargestellt wird.

Break-Even
Gewinnschwelle – wann erzielt eine Investition unter Berücksichtigung aller Kosten schwarze Zahlen

Briefkurs
Preis zu welchem ein Titel an der Börse angeboten wird.

Broker
Wertpapierhändler, der Wertpapiertransaktionnen geschäftsmässig und auf fremde Rechnung vornimmt.

Bruttoinlandsprodukt – BIP
Geldwert in Summe aller volkswirtschaftlichen Leistungen (Waren und Dienstleistungen) eines Landes, die während eines Jahres erbracht wurden.

Bulle
Anleger, der allgemein und längerfristig mit steigenden Kursen rechnet.

Bullish
positive Markterwartung; der Anleger rechnet längerfristig und allgemein mit steigenden Kursen.

Bundesanleihe
Vom deutschen Staat herausgegebene festverzinsliche Wertpapiere.



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