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Glossar – S

Stille Reserve
Positive Differenz aus aktuellem Verkehrswert und Buchwert nach Abschreibung (AfA). Wenn zum Beispiel ein Unternehmen eine Immobilie erwirbt, so wird diese mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten als Zugang in der Bilanz unter Sachanlagen gebucht. Zu diesem Zeitpunkt ist der Buchwert gleich dem Verkehrswert, also dem Kaufpreis. Wenn das Unternehmen nun die Immobilie abschreibt, so wird Jahr für Jahr der Buchwert reduziert, bis er letztlich Null ist. Die Immobilie wird jedoch immer einen Verkehrswert haben, der vielleicht sogar steigt. Nach Abschreibung der Immobilie ist ihr aktueller Verkehrswert jedoch nicht mehr in der Bilanz berücksichtigt. Die Immobilie stellt für Buchalter und Finanzamt ein geringeres oder gar kein Vermögen mehr dar. Da jedoch trotzdem am Markt ein Kaufpreis erzielbar ist, so bedeutet dieser abzüglich des in der Bilanz berücksichtigten Buchwertes ein nach aussen unbekanntes Vermögen. Eine Stille Reserve also, die jederzeit in Geld umgewandelt werden könnte. Ist diese Immobilie durch Kredite finanziert, so werden in der Regel Tilgung, Kreditlaufzeit und AfA miteinander angepasst, so dass im Idealfall mit Ablauf der AfA auch die Kredite vollständig getilgt sind.

Syndizierung
Syndizierung (Ausplatzierung) ist ein Instrument der Steuerung des Kreditportfolios und bedeutet die Weitergabe eines Kredites/Kreditteilen mit den zugehörigen Sicherheiten oder auch einer Einräumung von Unterbeteiligungen. Im engen Zusammenhang mit der Syndizierung steht die Entbindung vom Bankgeheimnis.
(siehe auch Syndizierungsklausel)

Syndizierungsklausel
Die Syndizierungsklausel ist eine verpflichtende Regelung im Kreditvertrag von Nichtverbrauchern um die Liquidität des Kreditportfolios eines Kreditinstitutes sicherzustellen. Mit seiner Unterschrift unter dem Kreditvertrag stimmt der Kunde der Syndizierung zu.
(siehe Syndizierung)



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