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AKW Fukushima: Erhöhte Radioaktivität über der Schweiz

Über der Schweiz ist leicht erhöhte Radioaktivität gemessen worden. Die Partikel Jod 131 sollen aus Japan stammen. Durch Niederschläge können die Teilchen den Boden erreichen. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe jedoch nicht.

radioactive

Medien berichteten gestern von erhöhter Radioaktivität über Schweiz. In 6.000 Meter Höhe soll laut einer Meldung des Schweizer Fernsehens radioaktives Jod 131 festgestellt worden sein. Die Teilchen kommen gewöhnlich nicht in diesen Luftschichten vor und könnten daher aus dem beschädigten AKW Fukushima stammen.

Die gemessenen Werte seien aber laut Bundesamt für Gesundheit für die Bevölkerung ungefährlich, berichtet die NZZ. Die Messungen aus einem Flugzeug heraus ergaben demnach radioaktive Zerfallsprozesse von 140 Mikrobecquerel pro Kubikmeter.

Zum Vergleich: In Europa gilt für alle Lebensmittel im grenzüberschreitenden Verkehr ein Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm.

In der Troposhäre, die sich über Europa bis in 11 Kilometern Höhe erstreckt, spielt sich unser Wetter ab. Radioaktive Partikel könnten daher durch Niederschläge ausgewaschen werden und auf den Boden gelangen.

Jod 131 gibt bei seinem Zerfall gesundheitsschädliche Beta- und Gamma-Strahlen ab, so dass schon geringe Mengen zu lebensgefährlichen Erkrankungen führen können. Die Teilchen sammeln sich in der Schilddrüse an. Ihre Halbwertszeit beträgt acht Tage.

Grafik: Cary Bass / gemeinfrei



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