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AKW Fukushima: Feuer im Reaktor-Block 4 gelöscht

Das Feuer im Block 4 des AKW Fukushima I Daiichi wurde gelöscht. Die Strahlung erreicht gefährliche Werte. Tokio scheint bedroht.

Die Lage in dem durch das Sendai-Erdbeben 2011 schwer beschädigte AKW Fukushima I Daiichi spitzt sich weiter zu. Nach der Explosion im Reaktor-Block zwei am Dienstagmorgen brach gegen 09.40 Uhr im Block vier ein Feuer aus, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Wie der Spiegel berichtet, wurde der Brand von US-Soldaten gelöscht.

Der Reaktor 4 war schon vor dem Erdbeben wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet worden. Durch die Produktion von Nachwärme muss auch er gekühlt werden.

Inzwischen soll die Strahlung rund um das Kraftwerk für Menschen lebensgefährliche Werte erreicht haben. So habe man nach Angaben des Betreibers Tokyo Electric Power Company (TEPCO) um 08.31 Uhr ein Strahlenwert von 8.217 Mikrosieverts pro Stunde am vorderen Tor zum Kraftwerk gemessen, meldet der Sender NHK WORLD. Wer sich in einer solchen Umgebung aufhält, würde pro Stunde einer Strahlenbelastung ausgesetzt, die dem natürlichen Äquivalent von drei Jahren entspricht, erklärt TEPCO weiter.

Die japanische Regierung bittet die Bevölkerung im Umkreis von 20 bis 30 Kilometern rund um das beschädigte AKW, in ihren Häusern zu bleiben. Bewohner in der näheren Umgebung wurden bereits evakuiert.

Zudem herrschte zum Zeitpunkt der Explosion von Reaktor-Gebäude 2 Nordwind, so dass auch Tokio durch die Radioaktivität bedroht sein könnte, schreibt Welt Online.



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