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AKW Fukushima: Kernschmelze auch in den Reaktoren 2 und 3 offiziell

Japans Atomkatastrophe ist schlimmer als bislang bekannt. Betreiber TEPCO meldet jetzt auch erhebliche Kernschmelze in den Reaktoren 2 und 3 des Horror-AKWs Fukuschima Daiichi. Das kann aber schon vor Wochen geschehen sein.

AKW Fukushima II Daiichi Reaktorgebäude 1 und 2

Was Medien schon länger vermuteten, scheint nun Gewissheit. Die Brennstäbe zweier weiterer Reaktoren im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima II Daiichi sind wahrscheinlich zum größten Teil geschmolzen. Das teilte der Kraftwerksbetreiber TEPCO laut Medienberichten heute mit.

So meldet die Nachrichtenagentur Kyodo, dass es, wie bereits im Reaktor 1, nun zusätzlich in den Reaktoren 2 und 3 zur Kernschmelze gekommen sein könnte. TEPCO gehe aber davon aus, dass die geschmolzene hochradioaktive Masse auf den Boden des Druckbehälters geflossen ist und dort aufgehalten wurde. Sie würde gekühlt und sei derzeit stabil.

Laut einem Spiegel-Bericht vermuten die Verantwortlichen nun, dass die Kernschmelze bereits 60 bis100 Stunden nach der Katastrophe eingetreten sein könnte.

Durch den Tsunami in Folge des schweren Erdbebens am 11. März waren die Kühlsysteme der Reaktoren zerstört worden. Obwohl die Blöcke 1 bis 3 nach dem Beben planmäßig abgeschaltet wurden, konnte die stundenweise Notkühlung mit Batterien den SUPER-Gau nicht verhindern.

Foto: TEPCO



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