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AKW Fukushima: Kernschmelze in drei Reaktoren

In drei Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima 1 Daiichi sind Brennstäbe geschmolzen, meldet TEPCO. Trotz Abdichtung des Lecks im Reaktor 2 bleibt die Radioaktivität im Meerwasser hoch.

Der Zerstörungsgrad der Reaktoren im havarierten AKW Fukushima Daiichi ist offenbar immens. So sind laut Medienberichten unter Berufung auf Betreiber TEPCO im Reaktor 1 bereits 70 Prozent der Brennstäbe geschmolzen. In den Reaktoren 2 und 3 seien ein Drittel und ein Viertel der Brennelemente von der Kernschmelze betroffen.

Gestern konnten TEPCO-Arbeiter einen kleinen Erfolg im Kampf gegen die tödliche Strahlung erringen und ein Leck im Turbinen-Gebäude des Reaktors 2 mit Wasserglas abdichten. Jetzt werde mit Farbstoff nach möglichen weiteren Lecks gesucht, heißt es. Dennoch bleibt die Strahlung im Meer nahezu unverändert hoch, berichtet der Sender NHK.

Im Reaktor 1 droht nach Angaben des Betreibers derweil erneut eine Wasserstoff-Explosion. TEPCO-Techniker versuchen daher seit gestern, den Reaktordruckbehälter mit Stickstoff zu füllen, um die Bildung eines hocheplosiven Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisches (Knallgas) zu verhindern. Dafür würden jedoch mehrere Tage benötigt, schrieb die Nachrichtenagentur Kyodo.

Frankreichs Atomsicherheitsbehörde hat inzwischen die Informationspolitik von TEPCO im Umgang mit radioaktiv verseuchtem Kühlwasser kritisiert und Japan zu mehr Transparenz aufgerufen.

Die japanische Regierung plant, die Opfer des Atomunfalls in Fukushima mit insgesamt 120 Milliarden Yen (1,4 Milliarden US-Dollar) zu entschädigen.



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