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AKW Fukushima: Kunstharz gegen Strahlung oder Kühlung gegen Kernschmelze?

Mit Kunstharz will TEPCO die radioaktiven Partikel an die Trümmer der Reaktoren im Atomkraftwerk Fukushima 1 Daiichi “festkleben”, damit der Wind sie nicht verteilt. Aber dann könnten die zur Kühlung der Brennstäbe dringend notwendigen Arbeiten in den Atom-Ruinen unmöglich werden.

Der Wind dreht und könnte Radioaktivität aus den Atom-Ruinen des AKW Fukushima Daiichi nach Tokio tragen. Um dieses Szenario zu verhindern, plant Betreiber TEPCO offenbar die Trümmer der Reaktor-Blöcke mit Kunstharz zu besprühen, um die radioaktiven Partikel daran “festzukleben”, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. So will man verhindern, dass der Wind die Radioaktivität verteilt. Dabei soll ein ferngesteuertes Fahrzeug zum Einsatz kommen.

Zudem gibt es seitens der japanischen Regierung Überlegungen, die Reaktoren mit Spezialgewebe abzudecken, berichten Medien.

Zum Schutz von Umwelt und Bevölkerung mögen Kunstharz und Abdeckung der Meiler vielleicht sinnvoll sein. Solange aber aus den beschädigten Reaktoren radioaktive Partikel nachdrängen, wird sich die Strahlung durch diese Maßnahmen in den Reaktor-Trümmern konzentrieren und jede Arbeit an den beschädigten Reaktorkernen unmöglich machen. Die Radioaktivität muß irgendwie abgeführt werden, solange die Kühlung der beschädigten Brennstäbe manuell erfolgt. Aber wohin damit, wenn TEPCO und Regierung jetzt schon nicht wissen, wo sie die zunehmende Menge an verstrahltem Kühlwasser lagern sollen?



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