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AKW Fukushima: Radioaktives Wasser strömt aus offenem Reaktor ins Meer

Das Grauen nimmt kein Ende. Aus einem 20 Zentimeter großen Leck im Reaktor 2 des Atomkraftwerks Fukushima 1 Daiichi sprudelt hochradioaktives Wasser ins Meer. TEPCO-Arbeiter sollen jetzt das Loch mit Beton stopfen, aber die Strahlung ist lebensgefährlich.

Wie bereits vor Tagen vermutet, strömt aus einem Riss im Reaktor 2 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Daiichi offenbar hochradioaktives Wasser. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise, dass Arbeiter des Betreibers TEPCO das 20 Zentimeter große Leck in einem Graben entdeckt hatten, in dem Stromkabel verlaufen. Bereits am 28. März war hochradioaktives Wasser im Keller des Turbinen-Gebäudes von Reaktor 2 festgestellt worden.

TEPCO plant nun das Loch mit Beton auszufüllen und zu schliessen. Keine leichte Aufgabe für die Techniker, denn die Brennelemente müssen weiter gekühlt werden. Dies erschwehrt einerseits das Aushärten des Betons, andererseits müssen Arbeiter in der tödlichen Strahlenbelastung arbeiten. Immerhin sei das aus dem Reaktor stammende Wasser mit 1.000 Millisievert pro Stunde hochgefährlich, meldete der Sender NHK unter Berufung auf TEPCO. Laut Experten liegt die Todesrate in einer solchen Strahlenhölle bei 10 Prozent.

Das aus dem Leck fließende Wasser könnte die Ursache für die auf mehr als das 4.000-fache angestiegene Radioaktivität im Meer sein. Das vermutet die japanische Atomaufsicht NISA.



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