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AKW Fukushima: Super-GAU wie in Tschernobyl bestätigt

Jetzt ist es offiziell. Japans Regierung bestätigt, die Atom-Ruinen von Fukushima sind ebenso brandgefährlich, wie der Horror-Reaktor von Tschernobyl. Laut TEPCO könnte es aber noch viel schlimmer kommen.

Was Atom-Experten längst vermuteten, ist nun bittere Gewissheit. Die japanische Regierung hat den Atomunfall im Atomkraftwerk Fukushima 1 Daiichi mit der höchstmöglichen Gefahrenstufe 7 nach der INES-Skala bewertet und zum Super-GAU hochgestuft, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Von den Atom-Ruinen geht demnach die gleiche Gefahr aus, wie von dem im Jahr 1986 explodierten Reaktor-Block 4 im damals sowjetischen AKW Tschernobyl.

Bis zu 630.000 Terabecquerel Radioaktivität ausgetreten

Laut Angaben der Nuklearen Regulierungsbehörde in Japans Wirtschafts- und Industrieministerium sowie der Nuklearen Sicherheitskommission seien seit Beginn der Katastrophe nach dem Sendai-Erdbeben am 11. März 2011 aus den Reaktor-Ruinen 1 bis 3 zwischen 370.000 und 630.000 Terabecquerel an radioaktivem Material in die Luft gelangt, schreibt Kyodo weiter.

Die Atomaufsicht NISA versucht derweil die Bevölkerung zu beruhigen. Die ausgetretene Strahlungsmenge betrage lediglich 10 Prozent der von Tschernobyl.

TEPCO befürchtet noch größere Ausmaße der Katastrophe als Tschernobyl

Der Betreiber TEPCO entschuldigte sich erneut öffentlich. Diesmal, weil es noch immer nicht gelungen sei, die Strahlungslecks zu schliessen. Im Unternehmen geht man inzwischen von der Möglichkeit aus, die Menge der vom AKW Fukushima abgegebenen radioaktiven Substanzen könnte die von Tschernobyl noch übertreffen.



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