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AKW Fukushima: War die Notstromversorgung vor dem Erdbeben defekt?

Die Notstromversorgung im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi könnte schon vor dem Sendai-Erdbeben defekt gewesen sein. Hinweise über Schlampereien des Betreibers TEPCO bei Wartungsarbeiten mehren sich.

Laut einem Bericht der Sueddeutschen (SZ) hat AKW-Betreiber TEPCO offenbar jahrelang Wartungsprotokolle gefälscht. Dies geht aus einem auf der Webseite der Firma veröffentlicheten Schreiben hervor. Der Betreiber hätte demnach Kühlpumpen und Generatoren nicht kontrolliert. So könne man nicht sagen, dass der Tsunami die Notstromgeneratoren zerstört hat.

Das war nicht das erste Mal. So hatte sich TEPCO nach eigenen Angaben vom 17. und 20. September 2002 bei der Atomaufsicht (NISA) wegen Unregelmäßigkeiten bei Inspektion und Wartung seiner Atomreaktoren sowie für die damit verbundene Beschädigung des Vertrauens entschuldigt. Damals versicherten die Verantwortlichen, künftig für mehr Transparenz zu sorgen und das Vertrauen in Unternehmen und Atomkraft wieder herstellen zu wollen.

Der Schwindel flog damals auf, weil die Untersuchungsergebnisse des Herstellers General Electric denen von TEPCO offenbar widersprachen. In der Veröffentlichung vom 17. September 2002 wurden Unregelmäßigkeiten in 16 von 29 Fällen eingestanden.

In einer weiteren Veröffentlichung vom 20. September 2002 ist von acht zuerst nicht gemeldeten Problemfällen die Rede, welche das Hauptkreislaufsystem betreffen. So mussten damals fünf Rohrleitungen an verschiedenen Reaktoren im AKW Fukushima Daiichi ausgetauscht werden, nachdem die Hersteller Toshiba und Hitachi während ihrer Inspektionen Mängel festgestellt hatten. Bei drei anderen Leitungen im AKW Fukushima Daini wollte man die während einer Ultraschall-Untersuchung entdeckten Risse weiter beobachten. Eine Gefährung der Sicherheit bestand nach eigenen Angaben damals nicht.



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