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AKW Onagawa: Radioaktives Wasser tritt nach schwerem Erdbeben aus

Ein erneutes Erdbeben vor Japans Ostküste hat zu Störfällen in mehreren Atomanlagen geführt. Die Atom-Ruinen von Fukushima seien jedoch nicht betroffen. Im Atomkraftwerk Onagawa wurden mehrere Wasserlecks festgestellt. Im AKW Higashidori fiel die externe Stromversorgung aus.

Das gestrige Erdbeben der Stärke 7,1 vor Japans Ostküste verursachte laut Medienberichten Zwischenfälle in mehreren Atomanlagen. Das AKW Fukushima sei nicht betroffen.

Im abgeschalteten Atomkraftwerk Onagawa in der Präfektur Miyagi rund 100 Kilometer nördlich vom AKW Fukushima wurden Wasserlecks entdeckt, wie der Betreiber Tohoku Electric Power Co. mitteilt. Aus mehreren Abklingbecken soll radioaktives Wasser austreten, schreibt die Nachrichtenagentur Kyodo.

Zudem wurden Druckmesser (Manometer) am Reaktor 3 beschädigt. Auf dem Boden aller drei Reaktor-Gebäude seien geringe Mengen radioaktives Wasser gefunden worden.

Die Strahlung sei jedoch insgesamt gering. Die mit 5.410 Becquerel pro Kilogramm höchste Strahlenbelastung wurde in rund 3,8 Litern Wasser festgestellt, die aus einem Abklingbecken im Reaktor-Gebäude 1 stammen.

Die Stromversorgung in Onagawa und zwei weiteren Atomkraftwerken war für 20 bis 80 Minuten zusammengebrochen. In dieser kurzen Zeit schoss die Temperatur im Innern der Reaktoren nach oben, meldete die japanische Atomaufsicht NISA. Die Reaktor-Kühlung soll laut Betreiber nun über die Notstromversorgung gesichert sein.

In Onagawa waren drei von vier externen Stromverbindungen unterbrochen. Eine konnte inzwischen wieder repariert werden.

Im AKW Higashidori in Aomori mussten nach dem Erdbeben ebenfalls kurzzeitig die Notstrom-Generatoren einspringen. Inzwischen sei die externe Stromversorgung aber wieder hergestellt.

Das Erdbeben ereignete sich am Donnerstag kurz vor Mitternacht Ortszeit. Dabei seien drei Menschen um Leben gekommen. Mehr als 140 Personen wurden verletzt.



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