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Biosprit: So kann E10-Kraftstoff den Motor zerstören

Millionen Autofahrer zweifeln zu Recht an der E10-Verträglichkeit ihres Autos. Wirtschaftsthemen erklärt die möglichen Schäden am Fahrzeug durch den E10-Kraftstoff:

Fahrzeugbrand

Ethanol oder Äthanol ist ein leicht entflammbares organisches Lösungsmittel. Seine Verbrennungstemperatur liegt bei 550 °C, die von Benzin bei 500 °C. Die Gewinnung von Bioethanol erfolgt heutzutage aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben und Mais- oder Weizenstärke.

Ethanol kann durch seine chemischen Eigenschaften Motor, Kraftstoffpumpen, Kraftstoffleitungen und Dichtungen beschädigen. Im schlimmsten Falle drohen Unfall und Motorbrand. Zumindest wären die Kosten für den Autofahrer immens.

Schäden am Motor

E10 verbrennt mit höherer Temperatur als normales Benzin. In Verbindung mit dem hohen Druck im Verbrennungsraum können sich dabei sogenannte Alkoholate bilden. Das sind Salze, die durch durch chemische Reaktion von Alkohol mit Metall entstehen. Das Metall, z.B. das Aluminium des Motors, wird dabei zerstört.

Ethanol als Lösungsmittel greift bestimmte Motorenöle an. Löst sich das Öl in Ethanol auf, drohen Kolbenklemmer und Pleuelbruch. Bei hohen Drehzahlen nimmt die Kurbelwelle Schaden oder die Motorwand wird durchschlagen. Sogar ein schwerer Verkehrsunfall könnte die Folge sein.

Schäden an der Kraftstoffanlage

Halten Kraftstoffleitungen und Dichtungen dem aggressiven Biosprit nicht stand, so kann Kraftstoff aus Lecks mit heissen Teilen des Motors oder der Auspuffanlage in Berührung kommen und sich entzünden. Ein Fahrzeugbrand wäre die Folge. Im günstigsten Fall fällt einfach die Kraftstoffpumpe aus und bleibt das Fahrzeug liegen.

Foto: FontFont / CC



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