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CCS-Technik – Chancen und Risiken

Sind Sie schon “CCS-Ready” oder “Capture-Ready”? Nein? Anlässlich des aufkommenden Hypes um die sogenannte Carbon Dioxide Capture and Storage (CCS) – Technlogie schauen wir uns kurz an, worauf sich Wirtschaft und Politik bei der künstlichen CO2-Sequestrierung einlassen.

Chancen

  • langfristiger Beitrag zur Grundlastversorgung durch fossile Brennstoffe
  • Entzug von CO2 aus der Atmosphäre in Kombination mit Biomasse als Energieträger
  • Erhöhung des Förderdruckes in fast erschöpften Erdöllagerstätten
  • Möglichkeit weiterer Nutzung des CO2 durch die Wirtschaft statt zusätzlicher CO2-Herstellung

Wussten Sie, dass CO2 in vielen Bereichen der Industrie – zum Beispiel: Feuerlöschanlagen, Laser- und Kältetechnik, Metallverarbeitung oder Gesundheitswesen – zum Einsatz kommt (siehe Air Liquide)?

Risiken

  • wesentlich geringerer Wirkungsgrad der Kraftwerke
  • oder zusätzlicher CO2-Ausstoss durch erhöhten Brennstoffeinsatz
  • hohe Kosten (Abtrennung oder Sauerstoffbereitstellung, Lagerung, Überwachung)
  • späte Verfügbarkeit und verzögerte Wirkung
  • verzögerte Emission durch unsachgemässe Lagerung
  • erhöhte Gefährdung von Mensch und Umwelt durch plötzliches Zutagetreten
  • Vernachlässigung alternativer Energieprojekte (ITER) und Energiesparmöglichkeiten (CCS-Technologie als Alibi)
  • Vernachlässigung der Nutzung natürlicher Sequestrierung (Aufforstung, Inkohlung)
  • linke Tasche – rechte Tasche durch CO2-unterstützte Ölförderung.

Derzeit überwiegen also die Risiken, so dass die CCS-Technologie aus heutiger Sicht als blosser Vorwand von Politik und Energiewirtschaft zum Bau neuer Kohlekraftwerke erscheinen muss.



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