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EHEC-Infektion: EU-Behörden warnen vor Sprossen

Nach Blitz-Studie: EU-Behörden warnen dringend vor dem Verzehr roher Sprossen. Bislang starben mindestens 47 Menschen an der Darmseuche. Neue Spur führt nach Ägypten.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das Europäische Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) raten dringend vom Verzehr roher Sprossen oder Keimlinge ab. Die Experten warnen auch davor, Sprossen selbst zu ziehen. Die Behörden hatten nach eigenen Angaben im Schnellverfahren eine Risikobewertung aufgrund neuer epidemiologischer Entwicklungen im Fall des gefährlichen EHEC-Erregers O104:H4 vorgenommen.

Dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden während des aktuellen EHEC-Ausbruchs bisher 4.000 Fälle gemeldet. Offiziell starben in Deutschland 47 Patienten und eine Frau in Schweden infolge einer Infektion mit der Darmseuche.

Derweil suchen Forscher noch immer nach der Infektionsquelle. Eine möglich Spur soll laut einem EFSA-Bericht vom Juni 2011 nach Ägypten führen. Demnach seien in den Jahren 2009 oder 2010 belastete Bockshornkleesamen aus dem Land am Nil nach Deutschland eingeführt worden. Die Wissenschaftler sind sich jedoch nicht sicher. Zwar seien damalige Lieferungen eine mögliche Ursache von EHEC-Fällen in Frankreich. Die EHEC-Tote in Schweden könne damit aber nicht erklärt werden, wo Sprossen nicht beteiligt waren.



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