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EHEC-Infektion: Therapie-Erfolg mit Antikörper Eculizumab?

Der Antikörper Eculizumab hatte im Jahr 2010 möglicherweise drei Kinder vor dem Tod durch das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) gerettet. Im Rahmen der experimentellen Medizin probieren Ärzte der Uni-Klinik Schleswig-Holstein das Medikament jetzt auch bei erwachsenen EHEC-Patienten.

Die Dreijährigen wurden letztes Jahr vermutlich durch Eculizumab vor dem Tod durch das lebensgefährliche HU-Syndrom gerettet. Nachdem sich ihr Zustand trotz Blutwäsche zunehmend verschlechterte, setzten Ärzte das bislang nur gegen eine seltene Blutkrankheit zugelassene Medikament ein und hatten Erfolg. So schrieb das “New England Journal of Medicine” am 25 Mai 2011, dass sich der Gesundheitszustand der kleinen Patienten innerhalb von nur 24 Stunden nach der ersten Eculizumab-Infusion spürbar verbesserte.

Der Antikörper Eculizumab soll das lebensgefährliche “Shiga Toxin 2” neutralisieren, welches die EHEC-Bakterien “HUSEC 41” ausscheiden.

Das Medikament könnte jetzt auch EHEC-Patienten in Deutschland helfen. Aber eine sichere Therapie ist es nicht. Es gibt derzeit keine verlässlichen Daten über die Wirkung. Wie Focus berichtet, ist der Einsatz von Eculizumab für die Mediziner ein Teil der Versuche, Menschenleben zu erhalten.

Laut Stefan Schreiber, Direktor für Innere Medizin an der Uni-Klinik Schleswig-Holstein, haben Erwachsene bislang kaum auf die Eculizumab-Therapie angesprochen. Das könne aber auch an den besonders schweren Fällen liegen, die dort behandelt werden.



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