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EHEC-Infektion: Warum Sprossen so gefährlich sein können

Seuchengefahr durch Sprossen ist schon lange bekannt. Keime können sich in der Frucht befinden und daher nicht durch Abwaschen entfernt werden.

Sprossen sind Keimlinge von verschieden Pflanzen. Sie werden aus Hülsenfrüchten, wie Mungobohnen (Soja), Kichererbsen oder Alfalfa (Luzerne) produziert. Knollengemüse (Radieschen), Blattgemüse (Kresse und Broccoli) oder Getreide (Gerste, Hafer und Weizen) sind ebenso geeignet, wie Buchweizen oder Senfsamen.

Bei der Aufzucht werden die Keimlinge zweimal am Tag gespült und bei einer Temperatur von rund 20°C im Schatten gelagert. Die Bedingungen sind auch für Bakterien, Pilze oder andere Mikroorganismen ideal. Bei Sprossen können sich bereits Bakterien im Keim befinden, die später nicht von außen abgewaschen werden können.

Die von rohen Sprossen ausgehende Gefahr ist nichts Neues. So erkrankten im Jahr 1996 rund 6.000 Menschen in Japan an EHEC. Die Ursache waren Sprossen.

Im Juni 2010 warnte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in seinem Bericht “Hohe Keimbelastung in Sprossen und küchenfertigen Salatmischungen”:

“… 2009 wurden 59 Einzelproben von frischen, fertig verpackten Sprossen und Keimlingen aus dem Einzelhandel untersucht. Das Ergebnis zeigte, dass Keime sich in fertig verpackten Sprossen bereits innerhalb von wenigen Tagen stark vermehren und am Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums eine sehr hohe Keimbelastung aufweisen.”

Die aktuelle Fassung liegt Wirtschaftsthemen.net vor. Laut Angaben der Wissenschaftler könne es sich bei den winzigen Schädlingen sowohl um EHEC-Erreger als auch um Salmonellen oder Viren handeln.

Die Forscher rieten daher bereits im letzten Jahr, rohe Salate, Sprossen, Gemüse und Obst vor dem Verzehr gründlich mit Trinkwasser zu waschen.



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