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Heimtückischer Feind auf dem Mond

Auf dem Mond gibt es eine Reihe von unsichtbaren tödlichen Gefahren, Vakuum, extreme Temperaturen und Strahlung sind die Top 3 der Liste. Gegen Vakuum und Temperaturen schützen gut isolierte Raumanzüge, die kosmische Strahlung auf der kahlen Oberfläche des Mondes ist jedoch wesentlich heimtückischer. Des Weiteren streut an der Oberfläche eine gefährliche Sekundärstrahlung, wenn kosmische Teilchen auf den Boden treffen und kleine Kernreaktionen auslösen.
Vor einer Besiedlung des Mondes will die NASA diesem Problem durch eine neue unbemannte Mission auf die Spur kommen.

Um das Strahlungsklima des Mondes sorgfältig zu messen und abzubilden, entwickelt die NASA eine neue Robotersonde (LRO). Diese soll 2008 auf eine Umlaufbahn um den Mond gebracht werden. Dabei wird nicht nur die energiereiche kosmische Strahlung gemessen, sondern auch deren Auswirkungen anhand plastischer Nachbildungen auf menschlichem Gewebe simuliert. Die Robotersonde ist dafür mit dem Strahlungs-Teleskop CRaTER ausgestattet. Diese Daten werden dringend benötigt. Bisher wurden die meisten bemannten Missionen in der Nähe der Erde und dem Schutz ihres Magnetfeldes durchgeführt. Obwohl die Forscher inzwischen wissen, dass die gefährlichsten Formen kosmischer Strahlung fernab von grossen Massen relativ selten sind, gibt es jedoch jedoch wenige Erkenntnisse über die Stärke und Auswirkungen von Strahlung außerhalb unseres Magnetfeldes. CRaTER soll helfen, diese Wissenslücken zu schließen.

Weitere Aufgaben von LRO als Wegbereiter künftiger Mond-Siedlungen sind die Suche nach gefrorenem Wasser und Erstellung eines beispiellosen Diagramms der Mondoberfläche.



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