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Kernenergie: Braucht die Menschheit die Kernfusion?

Heute fragt Professor Harald Lesch auf Alpha Centauri “Brauchen wir die Kernfusion? “. Neben interessanten physikalischen Erklärungen auch zu derzeitigen Problemen trifft Prof. Lesch folgenden Kernaussagen:
  • Kernfusion ist DIE Energiequelle im Universum.
  • Ohne Kernfusion geht auf der Erde gar nichts.
  • Mit der Kernfusion wäre das Energieproblem der Menschheit auf einem Schlag gelöst.

Die friedliche Nutzung der Kernfusion hat noch gar nicht richtig begonnen, aber schon kritisieren die Umweltschützer dran rum. Da sie in ihrer Argumentation weder auf Super-Gau noch signifikante Strahlungsabfälle zurückgreifen können, führen sie erstmals in der Geschichte ihrer Kampagnen den wirtschaftlichen Aspekt ins Feld: “Mensch! Ein Fusionsreaktor ist aber teuer!. Der kann ja gar nicht umweltfreundlich sein!”.

Kernfusion also die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium läuft auf der Sonne ab. Die Strahlung als Sonnenenergie trifft auf die Erde. Die Rückstrahlung von der Erdoberfläche erwärmt die unteren Schichten der Atmosphäre und ist für das lebensfreundliche Klima verantwortlich. Pflanzen binden durch Photosynthese das in der Luft enthaltene CO2. So geschah es vor Millionen Jahren, so geschieht es auch heute. Nur, die Natur hat in diesen Millionen Jahren nicht nur die Luft gereinigt, so dass tierisches Leben, so wie wir es heute kennen, überhaupt erst möglich wurde. Sie hat auch in diesen Millionen Jahren Pflanzen zu Torf, später zu Braunkohle und noch später zu Steinkohle werden lassen. Die Erdöl- und Erdgasvorkommen bildeten sich aus Kleinstlebewesen vergangener Ozeane. In all diesen “fossilen Brennstoffen” mit ihrer hohen Energiedichte sind Teile der Sonnenenergie aus Millionen Jahren Kernfusion unseres Heimatsterns gespeichert.

Wenn man nun bedenkt, dass die Menschheit in nur weniger als 200 Jahren den grössten Teil dieser “fossilen Brennstoffe” nahezu erschöpft hat (trotz Energiemix) und auch die Kernspaltung endlich ist, wieso kommen dann Umweltschützer auf die Idee, dass ein Jahr Sonneneinstrahlung den weiter wachsenden Energiebedarf der Menschheit durch “erneuerbare Energien” auch nur annähernd decken könnte? Selbst wenn die gesamte Landmasse der Erdoberfläche für den Anbau von Pflanzen für die Gewinnung von Biokraftstoffen genutzt würde (Welch grausiger Gedanke!), könnte dies nicht einmal den Energiebedarf des Transportverkehrs sichern, von den erhöhten Emissionen ganz zu schweigen.

Wenn sich bei Bevölkerungswachstum die ökologische Lebensqualität und die Rentabilität weiter verbessern und die technologische Entwicklung weiter voranschreiten sollen, dann steht für die Kernfusion nicht die Frage nach dem “Ob” sondern nach dem “Wann” und dem “Wie”.

Btw., sieben Zehntel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Das sollte dann aber auch einige Zeit reichen.

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