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Ökonomischer Hebel gegen Klimawandel

Bislang zählt für die Wirtschaft nur eines: Wie kann man mit geringsten Kosten das meiste Geld verdienen? Aussen vor bleiben die Folgekosten der Umweltschädigung. Nicht beziffert, trägt diese über ständig steigende Versicherungensprämien und Steuern zur Regulierung von Klimaschäden letztlich der Verbraucher. Wehren kann er sich nicht, da er keinen Ansatz hat, diese Kosten zu vermeiden, denn primäre Verursacher sind andere. Transparenz ist sowieso nicht gegeben und fragen tut auch niemand. Aber was wäre, wenn diese Folgekosten konkret in den Preis von Produkten, die der Verbraucher konsumiert, einfliessen würden. Zunächst wäre da die Regulierung durch den Markt, dass energieintensive und umweltschädliche Produkte teurer währen als umweltfreundliche. Der Konsument würde sich für die billigeren entscheiden und damit den Markt für Umweltverschmutzer austrocknen. Des Weiteren bekäme in der Übergangsphase die Industrie zusätzliches Geld in die Hand, um Forschung zu Gunsten umweltverträglicher Technologien zu betreiben und allfällige produktionsbedingte Umweltschäden zu sanieren. Wie ungerecht die Bewertung von umweltverträglichen Technologien derzeit ist, zeigen Analysten der Investmentbank Lehman Brothers. Sie schätzen, dass zum Beispiel beim Einsatz von Energiesparlampen pro 10 Dollar Aufwand eine Tonne Kohle eingespart wird. Im Gegenzug wäre beim Einsatz einer Photovoltaik-Anlage im bewölkten Europa ein Aufwand von 6.300 Dollar nötig, um eine Tonne Kohle einzusparen. Die Regulierungsbehörden sind gefragt. Die Preise für umweltfreundliche Produkte müssen runter und die für Umweltschädlinge rauf. Den Rest regelt der Markt selbst.

via FT

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