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Mieterbonität mit kostenloser Selbstauskunft prüfen

In den meisten Selbstauskünften für Mietverhältnisse auf dem Wohnungsmarkt wird so nach Raucher, (Klein)Kinder oder HundKatzeMaus gefragt. Ist es wirklich das, was ich als Vermieter wissen will? Nein! Die wichtigsten Fragen sind doch, kann mein zukünftiger Mieter die Miete aufbringen? Hat er Netto-Vermögen, auf welches ich bei Zahlungsverzug zugreifen kann und wie war seine Zahlungsmoral bisher? Welche Informationen brauche ich dazu? Wie gehe ich damit um?

Eine negative Schufa (Offenbarungseid, Eidesstattliche Versicherung) sollte die erste Prüfung sein. Dann ersparen Sie sich vielleicht schon eine Menge Arbeit.

Über die Aussage einer Eidesstattlichen Versicherung innerhalb der letzten fünf Jahre kann man streiten. Hier sollten Sie vielleicht klären, wie es dazu kam, um eine Überbewertung zu vermeiden.

Eine Referenz des bisherigen Vermieters klärt über Zahlungsmoral, Seriösität und Integrität des Mieters auf.

Das Netto-Einkommen beinhaltet sämtliche Einkünfte und wird durch Verdienstabrechnungen bei gewerblichen Arbeitnehmers oder der Gewinnermittlung / Einnahme-Überschussrechnung / GuV / Einkommenssteuererklärungen / -bescheide bei Selbständigen nachgeweisen.

Die Ausgaben beziehen sich auf Lebenshaltungkosten und lassen sich schwer nachweisen. Als Faustregel kann gelten, dass eine vierköpfige Familie rund 600 Euro für Lebenshaltung aufbringen muss, ohne Miete und Kredite.

Als Vermögen zählen, Guthaben bei Banken, Bausparkassen, Versicherungen, Wertpapiere, Kraftfahrzeug, Uhren/Schmuck, Immobilien. Das kann jedoch belastet sein. Bares und Wertpapiere kann durch Konto-/Depotauszug, Immobilien durch Grundbuchauszug und Kfz durch Kfz-Brief nachgewiesen werden. Bei einer Belastung des Vermögens wird es schon schwieriger. Im Grundbuch sind die Lasten in Abt. III eingetragen. Kann der Kfz-Brief nicht vorgelegt werden, liegt er sicher bei der Bank. Für weiteres wäre die jeweilige Bank Ihr Ansprechpartner, aber die wird Ihnen keine Auskunft erteilen. Was Sie versuchen können, ist, über Ihre Hausbank eine Bankauskunft wegen Anbahnung einer Geschäftsverbindung einzuholen, was aber wieder etwas kostet.

Die Verbindlichkeiten sind aktuellen Valutierungen aller Kredite. Der Nachweis erfolgt durch entsprechende Kontoauszüge oder Valutierungsbestätigungen der Banken. Auch wenn Eventualverbindlichkeiten, wie Bürgschaften/Garantien, erst bei Inanspruchnahme zum Tragen kommen, sollten sie hier beachtet werden. Eine Inanspruchnahme kann jederzeit erfolgen und schlägt voll durch.

Schulden sind die Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus den Verbindlichkeiten. Der Nachweis kann durch Kontoauszug oder Kreditvertag erfolgen.

Für die Auswertung gilt:

Netto-Einkommen
./. Lebenshaltung
./. Schulden
./. neuer Brutto-Kalt-Miete
./. sonstige Verpflichtungen
= mindestens 100 Euro Überschuss pro Monat.

Denn Urlaub oder unvorhergesehene Ausgaben wollen ebenfalls bezahlt werden.

Vermögen
./. Verbindlichkeiten
Netto-Vermögen (hoffentlich positiv)

Auch wenn positives Netto-Vermögen durch Mietkaution vielleicht in den Hintergrund rückt, so gibt es doch über die Qualität der Haushaltsführung Auskunft.

Wie weit Sie die Boni-Prüfung ausweiten, liegt in Ihrem Ermessen. Zudem sind die Auskünfte für den Mieter freiwillig und Nachteile dürfen ihm bei Verweigerung nicht entstehen. Was nicht bedeutet, dass Sie ihm eine Wohnung oder ein Haus trotzdem vermieten müssen. Zudem sind solche Selbstauskünfte strittig. Jedoch gehe ich bei der Klärung der wirtschaftlichen Verhältnisse von einem berechtigten Interesse aus.

Eine gute Stütze für eine sinnvolle Selbstauskunft können Sie sich hier kostenlos herunterladen.

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