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Mondfinsternis: Warum färbt sich der Mond rot?

Am Mittwoch Abend kommt es zu einer ungewöhnlich langen Mondfinsternis. Unser Erdtrabant wird dabei nicht komplett unsichtbar, sondern verfärbt sich im Erdschatten rot-braun. Dieses NASA-Video erklärt das spektakuläre Naturschauspiel:

Am Mittwoch Abend kommt es zur längsten totalen Mondfinsternis seit mehr als 10 Jahren. Sie beginnt um 21.22 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit und endet um 23.03 Uhr. Der Mond tritt dabei zunächst in den Halbschatten der Erde (Penumbra) und danach in ihren Kernschatten (Umbra). Während dieser sogenannten Totalität färbt sich der Erdtrabant rotbraun.

Das Sonnenlicht wird durch die Erdatmoshpäre ähnlich wie bei einem Prisma gebrochen und in seine Spektralfarben zerlegt. Der Rotanteil wird dabei in Richtung des Kernschattens abgelenkt. Deshalb färbt sich der Himmel auch währende der Morgen- und Abenddämmerung rötlich, obwohl die Sonne noch nicht aufgegangen oder bereits untergegangen ist.

Tritt der Mond nun heute Nacht in den Kernschatten der Erde, färbt er sich infolge der Lichtbrechung rotbraun.

Zur Mondfinsternis kommt es nicht bei jedem Vollmond, weil der Mond durch die Neigung seiner Bahn meist am Erdschatten vorbei wandert.

Die Vereinigung der Sternfreunde (VdS) glaubt, dass die Mondfinsternis auch in Deutschland gut zu beobachten sein wird. Wenn der Mond gegen 21.30 Uhr im Südosten aufgeht, ist die Finsternis bereits in vollem Gange. Der Erdtrabant wird dann in einem Bogen in Richtung Südwesten wandern.

Das Naturschauspiel lässt sich mit bloßem Auge oder mit einem kleinen Fernglas beobachten. Von einem Teleskop raten die Sternfreunde ab, weil Details auf der Mondoberfläche bei Vollmond kaum auszumachen sind.

Fotografen sollten sich bei Mondaufgang bereits gut positioniert haben, um den rötlichen Mond neben Bäumen oder Gebäuden zu einem schönen Bildmotiv zu kombinieren. Teleobjektive mit Brennweiten zwischen 100 und 300 Millimetern sollten laut VdS genügen.



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