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Nukleartests helfen bei Identifizierung von Opfern

LIVERMORE, Calif. – Die bei den Nukleartests in den 50iger und 60iger Jahren erzeugten Kohlenstoff-Isotope C14 bieten die Möglichkeit, das Alter von Menschen zu bestimmen. Basis der Untersuchungen ist die Halbwertszeit, dass heisst die Zeit in der die Hälfte der Isotope eines Elementes zerfällt.

Ein Verfahren, welches durch Wissenschaftler des “Lawrence Livermore National Laboratory” und Schwedens “Karolinska Institut” entwicklet wurde, bestimmt den Gehalt an C14-Isotopen im Zahnschmelz. Durch den Vergleich mit den unterschiedlichen Anteilen dieser Isotope in der Erdatmosphäre zu verschiedenen Zeiten, können die Wissenschaftler herausfinden, wann ein Zahn sich gebildet hat. Mit dieser Methode kann das Alter von Zähnen mit einer Genauigkeit von 1,6 Jahren errechnet werden.

Wieviel Kohlenstoff-Isotope sich bei einer Zahnbildung auch immer im Zahnschmelz einlagern, der Zahnschmelz ist ein guter Indikator für die verstrichene Zeit seit der Zahnbildung, sagte Bruce Buchholz vom Zentrum für “Beschleuniger-Masse-Spektrometrie” des Laboratoriums.

Wir waren überrascht, wie gut diese Methode funktioniert, erzählte Buchholz weiter. Und wenn man die Ergebnisse von in verschiedenen Zeiten gewachsenen Zähnen vergleicht, kann man die Zeitspannen sogar noch genauer bestimmen.

Die Wissenschaftler meinen, dass diese Methode helfen kann, die Opfer von Hurrikan “Katrina” oder anderer grosser Katastrophen zu identifizieren.

Dieses Verfahren funktioniert jedoch nicht bei Personen, die vor 1943 geboren wurden, deren Zähne sich also vor Beginn der Nukleartests in 1955 gebildet haben.

Der Artikel ist letzte Woche erschienen in:
Nature



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