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Video: AKW Fukushima – Feuerwehr am gefährlichen Atomreaktor im Einsatz

Zum ersten Mal zeigt ein Video der “Self Defence Force, Nuclear Biological Chemical Weapon Defence Unit” den Zustand im Atomkraftwerk Fukushima I Daiichi aus der Nähe.

Die Video-Aufnahmen des japanischen Verteidigungsministeriums zeigen das wahre Ausmaß der Zerstörung durch Erdbeben, Tsunami und Wasserstoff-Explosionen. Überall sind Trümmer, Beton und verbogenes Metall. In Mitte der Reaktor-Ruinen versuchen Rettungskräfte unter Einsatz ihres Lebens die Reaktoren zu kühlen. Immerhin soll ab diesem Wochenende die Stromversorgung wieder funktionieren. Ein Starkstromkabel wurde bereits an das Kraftwerk herangeführt. Jetzt müssen nur noch die Pumpen funktionieren, die durch Explosionen und Meerwasser beschädigt sein könnten. Vor Tagen wurden die Rettungskräfte massiv aufgestockt. Rund 200 Arbeiter, Soldaten und Feuerwehrleute vermummt in Strahlenschutzanzügen sind jetzt im Einsatz, um durch improvisierte Kühlmaßnahmen ein Schmelzen der Brennstäbe und eine unkontrollierte Kettenreaktion zu verhindern. Das gibt Hoffnung.

Ein Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde (NISA) glaubt, dass das Kühlsystem des Reaktors 2 ab Sonntag wieder über das Stromnetz versorgt werden könne. Die Ingenieure arbeiten daran und wühlen sich vorsichtig durch das Trümmerfeld, um weitere Explosionen durch Funkenbildung zu vermeiden.

Auch am der Reaktor 3 verbessert sich der Zustand nach Angaben der japanischen Regierung. Durch den Einsatz von Wasserkanonen durch Feuerwehr und Armee seit Tagen sei jetzt mehr Wasser im Reaktorbecken. Der Fernsehsender NHK berichtet von fast 1.300 Tonnen Meerwasser, die hier zum Einsatz kamen. Der Reaktor 3 wird mit hochgefährlichen MOX-Brennelementen betrieben, die Plutonium enthalten.

In den Abklingbecken der Reaktorn 5 und 6 sollen ältere Brennstäbe lagern. Hier sei die Situation nach Experten-Angaben stabil. Die Notstromversorgung wird durch Dieselaggregate des Reaktors 6 gewährleistet, teilt die internationale Atomaufsicht IAEA mit. Trotzdem wurden in die Gebäude-Dächer Löcher gebohrt, damit möglicher hochexplosiver Wasserstoff entweichen kann.



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