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Atomunfall im Westen und ganz Deutschland säße in der Falle

Frankreichs und Deutschlands Atomkraftwerke stehen im Westen. Von dort bläst der Wind. Nach einem Atomunfall würde die radioaktive Wolke über unser dicht besiedeltes Deutschland in Richtung Osteuropa ziehen. Wir säßen in der Falle und Notfallpläne gibt es kaum.

kkw grohnde weser

Dem warmen Golfstrom verdankt Europa sein mildes Klima. Die meiste Zeit des Jahres ziehen Luftmassen von West nach Ost.

Aber in Frankreich stehen 59 und in West-Deutschland 17 kommerzielle Kernreaktoren, die teilweise schon über 30 Jahre alt sind.

Bei einer so hohen Konzentration an hochgefährlicher Atomkraft kann es laut der Renneberg-Studie aus dem Jahre 2010 bereits aller 79 Jahre zu einer Kernschmelze kommen oder schon morgen. Die Wahrscheinlichkeit für eine solche Katastrophe wächst mit jedem Tag.

Zudem steigt mit zunehmender Betriebsdauer auch bei Atomkraftwerken die Gefahr für ein Versagen der Technik rapide an.

Jeder Autofahrer weiß, der Defekthexe bei älteren Autos entkommt man nur durch Verschrottung. Sonst drohen nicht nur teure Reparaturen. Auch nimmt die Verkehrs- und Betriebssicherheit drastisch ab und die Unfallgefahr steigt.

Die radioaktive Wolke nach einem Super-GAU würde Deutschland und Osteuropa unbewohnbar machen.

Weil der Wind durch den Golfstrom meist aus westlicher Richtung bläst, kann der tödlichen Strahlung niemand diesseits des Rheins entkommen. Wir Deutschen säßen in der Falle.

Es gibt kaum Rettung vor der nuklearen Hölle, weil Notfallpläne oft am Zaun des Atomkraftwerks enden.

Natürlich gibt es sogenannte Notfallhandbücher. In denen legen aber die Betreiber von Atomkraftwerken selber fest, was sie tun wollen, wenn ein Atomunfall eintritt. Der Gesetzgeber genehmigt zwar diese Anweisungen, aber er muss sich auf das Fachwissen der Atom-Experten der Energiekonzerne verlassen.

Die Bevölkerung und insbesondere Kinder wären schutzlos der Strahlung ausgeliefert. Wann wurde denn das letzte Mal ein Atomalarm im Unternehmen, in der Schule oder im Kindergarten geübt? Die Zeiten des kalten Krieges sind lange vorbei. An den Schutz vor Radioaktivität denkt heutzutage niemand mehr. Daher wissen die wenigsten unter uns, wie man sich im Ernstfall verhält.

Wir haben keinen Pazifik für unsere radioaktiven Wolken.

Die Atomlobby und ihre Höflinge erzählen uns jeden Tag, der entscheidende Unterschied zu Japan sei, dass es bei uns weder schwere Erdbeben noch Tsunamis gibt. Dabei erwähnen sie nicht, dass wir auch keinen Pazifik haben, um unsere radioaktiven Wolken im Ernstfall zu entsorgen.

Foto: KKW Grohnde Weser / AxelHH / gemeinfrei



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