≡ Menu


Angela Merkel scheitert in Russland

Putin zeigt Deutschland seine Grenzen

Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus und eine simple Verkaufsregel da lautet:”Begebe Dich auf das Niveau des Käufers.” Wer seinen Verhandlungspartner von oben herab und undiplomatisch behandelt, scheitert kläglich. Jüngstes Beispiel ist die Russland-Tour der deutschen Delegation unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Bei der Abreise von Angela Merkel aus dem sibirischen Tomsk reichte es gerade noch für eine Höflichkeitsgeste: Russlands Präsident Wladimir Putin geleitete die Bundeskanzlerin bis zum Flugzeug. Mehr als diese kleine Aufmerksamkeit war beim Besuch in Russland für die deutsche Delegation allerdings nicht drin. Merkel sprach ungewöhnlich deutlich von Meinungsverschiedenheiten beim Thema Energieversorgung und im Umgang mit Iran. Der Eon-Konzern konnte sich mit dem russischen Energieriesen Gasprom nicht über einen Einstieg beim westsibirischen Gasfeld Juschno Russkoje einigen. Und auch der Vertrag über die geplante Ansiedlung von Volkswagen in der Nähe von Moskau liegt auf Eis, weil man sich nicht auf die Bedingungen für das Werk einigen kann. (FTD)

Da nützt auch kein Klopfen auf die eigene Schulter:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine positive Bilanz der achten deutsch-russischen Konsultationen gezogen. “Es war ein Schritt zu einer vertieften strategischen Zusammenarbeit”, erklärte Merkel in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Russlands Präsident Wladimir Putin am Donnerstag in der westsibirischen Stadt Tomsk. (CDU)

Deutschland ist auf Rohstoffe und Absatzmärkte angewiesen, dass sollte sich die Politik vor Augen halten. Vor dem Hintergrund des Preisanstiegs an den Rohstoffmärkten gleichzeitig mit der demokratischen Keule drohen, funktioniert nicht mehr. Putin weiss das und nutzt die wachsende Macht seiner Rohstoffe, um sich nicht in die inneren Angelegenheiten seines Landes hineinreden zu lassen. Die Erschliessung der Märkte in Asien wird Russland zudem vom europäischen Geldfluss unabhängig machen und den Status als Weltmacht weiter festigen. Also, künftig mehr Diplomatie, dann gibt’s auch wieder Wodka. ;)


Technorati Tags: , , , , , , , , , , , ,



{ 0 comments… add one }

Leave a Comment

banner