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EU-Krisen-Gipfel rettet den Euro wieder nicht

Auch der jüngste EU-Gipfel wird den Euro nicht retten. Wenn überhaupt, wirken die Beschlüsse sehr langfristig. Die Schuldenkrise ist aber ein aktuelles Problem.

Nach dem Gipfel bleibt vor dem Gipfel. Der Vertrag von Maastricht hat nicht funktioniert. Wie kommen unsere Machthaber in Brüssel darauf, dass sich Schuldensünder, Banken-Retter und Klientelpolitiker künftig an die neuen Verträge zwischen den verbleibenden 26 EU-Ländern (ohne Großbritannien) halten werden?

Deshalb war es für Angela Merkel und Nicolas Sarkozy auch so relativ einfach, alle EU-Mitglieder Kontinentaleuropas quasi über Nacht von der “Maastrichter” Neuauflage zu überzeugen. Grundlegend ändert sich nichts. Lediglich eine zusätzliche automatische Kontrolle der nationalen Haushalte soll es geben. Über Sanktionen kann dann, wenn es soweit ist, trefflich gestritten werden. Daher werden Jahre vergehen, bevor sich die Gipfel-Bekenntnisse in echte Resultate umwandeln.

Die eigentlichen Ursachen der Schuldenkrise, wie Finanzkommunismus, Klientel-Politik, Korruption und Verteilungsungerechtigkeit, bleiben unangetastet. Die europäischen Machthaber glauben noch immer, sie könnten die Euro-Krise auf neuen Verträgen mal eben aussitzen.

Wenn die Titanic ein Loch hat, ist es müßig über eine künftig bessere Schiffsroute zu diskutieren.

Denn derweil laufen Zinsen und Zockerei an den Finanzmärkten weiter, was sogar bisher solvente Staaten, wie Deutschland, zunehmend in Bedrängnis bringt. Die EU-Länder und ihre finanzierenden Banken brauchen dringend echte Lösungen, ohne sich durch immer neue Euro-Rettungsschirme noch tiefer zu verschulden.



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